|

Immer mehr Jugendschwangerschaften

Prekäre finanzielle Situation der Mütter sind oft Grund und Folge der Schwangerschaft.

Santiago de Chile. Die Zahl der jungen Mädchen in Lateinamerika, die vor dem 18. Lebensjahr schwanger werden, steigt kontinuierlich an. Waren es 1955 noch 8,5 Prozent aller Schwangerschaften, so sind es laut UN-Organisation CEPAL für Lateinamerika und die Karibik (Donnerstag Ortszeit) im Jahr 2005 bereits 14,3 Prozent gewesen.

Gleichzeitig nahm jedoch demnach die Zahl der Schwangerschaften insgesamt beträchtlich ab. Vor rund 50 Jahren bekamen die Frauen den Angaben zufolge noch durchschnittlich 5,9 Kinder; 2005 waren es nur mehr 2,4 Kinder. Die UN-Experten äußerten in Santiago ihre Sorge über die hohe Zahl früher Schwangerschaften und riefen zu konkreten Gegenmaßnahmen auf. Die Schwangerschaften seien häufig Grund und Folge zugleich für die oftmals prekäre finanzielle Situation der jungen Mütter. Diese hätten deutliche Nachteile, etwa im Berufsleben, und würden oft gesellschaftlich diskriminiert.

Text: KNA