|

Immer mehr Gastarbeiter aus Spanien

Spanien kriselt, Lateinamerika boomt: Nach einem Bericht des kolumbianischen Wirtschaftsmagazins "Dinero" versuchen immer mehr Spanier ihr berufliches Glück auf dem "neuen" Kontinent. Grund dafür ist die anhaltende Finanz- und Wirtschaftskrise in Spanien. Die hohe Arbeitslosenquote und die mangelnde Perspektive zwinge sie dazu, neue berufliche Wege zu gehen.

Nach Angaben des spanischen Statistikamtes "Instituto Nacional de Estadística de España (INE)" haben in den vergangenen fast zwei Jahren zwei Millionen Spanier ihre Heimat verlassen, um in Argentinien, Venezuela aber auch in Deutschland und Frankreich Arbeit zu finden.

Laut INE habe die Zahl der Spanier, die mittlerweile im Ausland leben und arbeiten, im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Prozent zugenommen. Die meisten Spanier leben und arbeiten in Argentinien (345.866/Stand 1. Januar 2011) gefolgt von Venezuela (173.456), Brasilien (92.260). Die wenigsten Spanier ziehen in Lateinamerika Ecuador (10.147) und Peru (13.180) an. (TK)