Honduras |

Illegale Staudämme in indigenen Gebieten

In Honduras haben Indigene den Bau illegaler Wasserkraftwerke in der Region Intibucá im Westen des zentralamerikanischen Landes angezeigt. Die Justiz ermittelt.

Wie der Sonderstaatsanwalt für indigene Angelegenheiten, Yani del Cid, erklärte, besteht der begründete Verdacht, dass im Zuge der Bioenergiewelle in der Region Kleinkraftwerke ohne Genehmigung der Umweltbehörden entstehen. Das Umweltministerium sei bereits alarmiert. "Wir wollen auf jeden Fall wissen, wer hinter diesen illegalen Kraftwerken steht und die Verantwortlichen zur Verantwortung ziehen", versicherte del Cid.

Um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu drosseln, die 70 Prozent der nationalen Stromnachfrage decken, investiert die Regierung derzeit in die verschiedene ökostromprojekte. Den Strombetreibern zufolge hat Wasserkraft das Potenzial, 3.200 Megawatt (MW) Energie zu generieren. Der nationale Strombedarf liegt derzeit bei 1.400 MW.

Quelle: IPS Weltblick