El Salvador |

Hurrikan verwüstet San Vicente

Mindestens 125 Menschen starben am Wochenende (8.11.) in El Salvador, als der Hurrikan „Ida“ über das zentralamerikanische Land zog. Mehr als 60 Menschen gelten als vermisst. Präsident Mauricio Funes rief am Sonntagabend den nationalen Notstand aus. Der Wirbelsturm war am Wochenende von Nicaragua und Guatemala kommend nach El Salvador gezogen und brachte dort binnen eines Tages 355 Millimeter Niederschlag. Die Fluten hatten vor allem in der zentral gelegenen Provinz San Vicente und in der Hauptstadt San Salvador zahlreiche Erdrutsche und Überschwemmungen zur Folge. 7.000 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht.

„Die Wassermassen haben Häuser weggespült, Autos mit sich gerissen, Bäume umgestoßen. Wie so oft hat es besonders die Armenviertel getroffen. In San Vicente hat ein Erdrutsch ein ganzes Viertel unter sich begraben. Die Häuser waren ohne ordentliches Fundament an einen Hang gebaut worden," berichtete die Journalistin Gaby Herzog, die sich zurzeit im Auftrag von Adveniat in El Salvador aufhält.

Der Hurrikan zog von El Salvador in den Südosten von Mexiko und dort vor die karibische Küste in Richtung USA.

Text: mib