Haiti |

Hurrikan Tomas fordert 21 Tote

Mindestens 21 Menschen sind nach Auskunft des haitianischen Zivilschutzes durch die Folgen des Hurrikan "Tomas" in Haiti getötet worden, sieben werden noch vermisst. 36 wurden verletzt. Wind und Wasser zerstörten knapp 900 Häuschen, mehr als 5.000 wurden obdachlos. Vor allem der Süden des Landes wurde getroffen.

Nach Angaben der Direktorin des Katastrophenschutzes sind die haitianischen Behörden mit Hilfe von Hilfsorganisationen und der internationalen Gemeinschaft dabei, die betroffenen Familien zu evakuieren. Etwa 30.000 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht.

„Tomas“ war am Freitag und Samstag westlich an Haiti vorbeigezogen. Er hatte das Land weniger getroffen als befürchtet. Der Sturm hat sich inzwischen nordöstlich der Bahamas aufgelöst.

Warnungen im Vorfeld

Bereits vergangene Woche hatte die haitianische Regierung angesichts des drohenden Hurrikans die Bewohner der Notunterkünfte für Erdbebenopfer aufgefordert, umzuziehen. "Meine Schwestern und Brüder, verlasst die gefährdeten Gebiete, ich bitte euch darum", sagte Premierminister Jean-Max Bellerive in einer Fernsehansprache. "Es wird Regen und Wind im ganzen Land geben. Seid nicht stur. Geht, wenn Ihr in einer unsicheren Unterkunft seid." Schulen und der Flughafen wurden geschlossen.

In der Hauptstadt Port-au-Prince und der Umgebung leben seit dem Erdbeben vom Januar immer noch mehr als eine Million Erdbebenopfer in provisorischen Zeltlagern.

Vor wenigen Wochen brach zudem die Cholera aus. Mehr als 400 Menschen sind bereits daran gestorben, über 6000 sind mit dem Erreger infiziert. (vh)

Quellen: Radio Métropole, Radio Kiskeya