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Hurrikan Sandy hinterlässt Spur der Verwüstung

Hurrikan „Sandy“ fegte am Samstag/Sonntag, 27./28. Oktober, mit mehr als 175 km/h über die Karibik hinweg und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Besonders schwer betroffen sind die beiden Inselstaaten Kuba und Haiti. Aber auch Jamaica und Puerto Rico sowie die Dominikanische Republik melden Schäden. Sandy erreichte Kuba am vergangenen Donnerstag und zerstörte vor allem im Osten des Landes tausende Häuser. Die beiden bevölkerungsreichsten Provinzen nach Havanna, Santiago de Cuba und Holgún, wurden besonders hart getroffen. Nach Angaben der örtlichen Behörden sind alleine in Santiago de Kuba rund 135.000 Häuser zerstört worden. In Kuba kamen außerdem elf Menschen ums Leben.

Haiti besonders schwer betroffen

In Haiti war es nicht der Hurrikan selber, der eine Katastrophe verursachte, sondern der damit einhergehende Regen. Bereits seit Dienstag, 23. Oktober, wurde der Karibikstaat von sintflutartigen Regenfällen heim gesucht, die sich erst zum Ende der Woche abschwächten. Lokalen Medien zufolge sei es vor allem die schlechte Wohnungssituation, die für viele Menschen zur Falle wurde. Die instabilen und häufig an Hängen gebauten Behausungen wurden von Regen und Schlammlawinen weggespült. Der Regen kostete in Haiti 51 Menschen das Leben. „Dies ist eine Katstrophe großen Ausmaßes“, so der Premierminister Laurent Lamothe in einer ersten Stellungnahme, „ Der ganze Süden des Landes steht unter Wasser“.

Die Behörden der Dominikanischen Republik meldeten die Zerstörung mehrerer Brücken. Dadurch seien ca. 130 Dörfer von jeglicher Versorgung abgeschnitten. Auf der Insel wurden weiterhin 3.500 Häuser zerstört. Auch auf den Bahamas, Jamaica und in Puerto Rico gibt es Todesopfer zu beklagen. Die genauen Zahlen sind jedoch noch nicht ermittelt. Derweil nimmt Hurrikan Sandy, immer noch ein Sturm der Stärke zwei auf der Saffir- Simpson- Skala, Kurs auf die Ostküste der USA. Dort geht die Regierung vom schlimmsten aus und hat die Menschen aufgefordert sich mit Trinkwasser und Batterien einzudecken. (aj)