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Hunderte Jugendliche sterben jährlich wegen Drogenhandel

Mindestens 1326 Kinder und Jugendliche sind nach Angaben des Sekretariats für Nationale Verteidigung (Sedena) zwischen Dezember 2000 und 2009 im Konflikt um den Drogenhandel ums Leben gekommen. 726 von ihnen waren zwischen 15 und 17 Jahre alt und wurden von Bandenmitgliedern umgebracht. Weitere 600 starben bei Zusammenstößen zwischen rivalisierende Drogenhändler-Banden oder zwischen Drogenhändlern und Sicherheitskräften.

Die meisten umgebrachten Jugendlichen hatten Kontakte zum Drogennetz. Kinder und Jugendliche werden von Drogenhändlern in Geschäfte verwickelt und müssen etwa Kurierdienste übernehmen.

Auch zahlreiche Frauen fallen dem Drogenkrieg zum Opfer. Wie die Lateinamerikanische und karibische Agentur für Kommunikation (ALC) berichtet, starben in den vergangenen vier Jahren 1.800 Frauen wegen des Drogenhandels und seinen Folgen. Allein im Jahr 2009 waren es 427.
Wie die ALC analysiert, wird der Drogenhandel zunehmend nicht allein als (sicherheits-)politisches Problem wahrgenommen, sondern auch als soziales Problem. So bezeichne die katholische Kirche Drogen und den Drogenhandel als „neue Herausforderung“ und als „soziale Geißel“.

Quelle: Adital