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Hilfsorganisationen: Lage in Haiti verbessert sich nur langsam

Drei Monate nach dem Erdbeben in Haiti sehen Hilfsorganisationen weiterhin großen Handlungsbedarf. Laut Malteser Hilfsdienst gibt es in dem Karibikstaat noch keine sichtbaren Ergebnisse des Wiederaufbaus. "Auch jetzt, drei Monate nach dem Beben, steht für viele Haitianer immer noch das tägliche Überleben im Vordergrund", sagte die Projektkoordinatorin der Malteser in Haiti, Beate Maaß, am Freitag in Köln. Die Sicherheitslage in dem Inselstaat habe sich wieder verschlechtert. Häufiger komme es zu Diebstählen, Raubüberfällen und Entführungen. Ein weiteres Problem sei die Traumatisierung vieler Erdbebenopfer.

World Vision Deutschland verwies auf die anhaltende Not vieler Kinder in Haiti. Sie seien oft unterernährt und deshalb anfällig für Krankheiten, teilte die Kinderschutzorganisation in Friedrichsdorf mit. Schon vor dem Beben habe Haiti unter Armut und einer desolaten Infrastruktur gelitten. Nun werde das Land noch lange auf internationale Hilfe angewiesen bleiben.

CARE Deutschland-Luxemburg betonte die Notwendigkeit, die Betroffenen sicher vor der bevorstehenden Regen- und Wirbelsturmzeit unterzubringen. Die Hilfe müsse die Haitianer aber vor allem in die Lage versetzen, den Wiederaufbau selbstständig umzusetzen, erklärte CARE in Bonn. Dies gelinge der Bevölkerung immer besser.

Am 12. Januar hatte ein schweres Erdbeben Haiti weitgehend zerstört. Mehr als 200.000 Menschen kamen dabei ums Leben; rund eine Million Haitianer wurden obdachlos.

Quelle: KNA