El Salvador |

Hauptstadtkathedrale bereits seit 17 Tagen besetzt

Die Hauptstadt-Kathedrale in San Salvador bleibt nach einem Bericht der Tageszeitung "La prensa grafica" weiterhin von Demonstranten besetzt.

Die Kirchenbesetzer fordern die Einlösung der Versprechen im Rahmen des historischen Friedensabkommens von vor 20 Jahren. Nach Angaben der nationalen Sicherheitskräfte "Policía Nacional Civil (PNC)" befinden sich seit dem 10. Januar rund 25 Personen in der "Catedral Metropolitana". Bei ihnen handelt es sich überwiegend um Gewerkschafter und Veteranen des Bürgerkriegs in El Salvador.

Die Demonstranten fordern von der Regierung vor allem die Zahlung einer zugesagten Rente für die Kriegsveteranen. Erzbischof José Luis Escobar Alas von Salvador verurteilte die Kirchenbesetzung als "Respektlosigkeit gegenüber Gott und eine Verletzung des Rechtes auf freie Religionsausübung." Zugleich erklärte der Oberhirte der Hauptstadtdiözese, dass die Kirche auf eine Zwangsräumung verzichten werde, weil die Anwendung von Gewalt nicht mit den Zielen der Kirche vereinbar sei. Er forderte die Besetzer allerdings auf die Kirche zu räumen.

Mit dem Friedensabkommen von Chapultepec (Mexiko) endete am 16. Januar 1992 ein zwölf Jahre dauernder Bürgerkrieg in El Salvador, der rund 75.000 Menschen das Leben kostete. (tk)