Kolumbien |

Halbe Million Besucher bei Literaturfestival in Medellín

Offizielles Festivalplakat des Literatur- und Kulturfestes in Medellín
Offizielles Festivalplakat des Literatur- und Kulturfestes in Medellín

Den Veranstaltern zufolge erlebten auf der "viertgrößten Buchmesse in Lateinamerika" rund eine halbe Million Kulturinteressierte 37 Autorengespräche, 54 Auftritte von Künstlergruppen und 108 Neuerscheinungen von nationalen und internationalen Literaturveröffentlichungen, ziehen lokale Medien am Dienstag, 19. September 2017, Bilanz der einwöchigen Veranstaltung.

Bei der elften Ausgabe der Buchmesse in der kolumbianischen Metropole seien die Besucherzahlen um 19 Prozent gestiegen. Erstmals sei ein Gastland zu Besuch gewesen. Das Los der Veranstalter war auf Brasilien gefallen, schreibt das Onlineportal "Minuto30". Auf dem Gelände des örtlichen Botanischen Gartens im Stadtteil Moravia waren bekannte Autorinnen und Autoren wie Ana María Machado, Ziraldo Alves Pinto, Roger Mello, Marina Colasanti, Odilon Moraes, Luiz Ruffato, Santiago Nazarián, Héctor Abad Faciolince, Ana Paula Maia und João Paulo Cuenca zu Gast. Verkauft worden seien 8.200 Bücher, so die Lokalverwaltung von Medellín in einer Pressemitteilung.

"In einem botanischen Garten gibt es Samen, die gepflanzt werden, und Pflanzen, die wachsen. In diesem Garten der Bücher werden Leser geboren", zitiert die spanische Tageszeitung "El País" Festivaldirektor Diego Alejandro Aristizábal. "Für mich ist es besonders schön, dass dieser botanische Garten für die Kultur gerettet wurde", erinnert sich Héctor Abad Faciolince, Autor aus Medellín, an Zeiten, als die Stadt noch als "Hauptstadt des Kokains" traurige Berühmtheit erlangt hatte. In seinen Werken habe die Auseinandersetzung mit der Gewalt durch rechte Paramilitärs und Kokainkartelle "heilende Wirkung", so Faciolince über sein Buch "Das Vergessen werden wir sein". (bb)

Link zur Buchmesse: http://www.fiestadellibroylacultura.com/

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