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Haiti: Lage nach Tropensturm „Sandy“ weiter kritisch

Die Lage nach Tropensturm „Sandy“ bleibt im Karibikstaat Haiti weiter kritisch. Die haitianische Presseagentur AHP berichtet unter Berufung auf die Regierung, dass die Zahl der Choleratoten weiter gestiegen sei. Bereits im August hat es einen Sturm gegeben, der einen Teil der Ernte zerstört hat. Nach "Sandy" ist nun im Süden des Landes ein Großteil der Ernte, und auch der Tierbestände, vernichtet.

Seit dem katastrophalen Erdbeben 2010 leben rund 400.000 Menschen in Übergangslagern. Es seien auch diese Lager, die jetzt überschwemmt worden sind, sagt Margit Wichelmann, Länderreferentin für Haiti bei Adveniat im Interview mit domradio.de. Dadurch könne sich die Cholera wieder stärker ausbreiten. Die Krankheit ist im Oktober 2010 ausgebrochen und seitdem nie wieder richtig eingedämmt worden. Wichelmann nennt als vorrangige Maßnahmen, dass die Ernährung und medizinische Versorgung der Menschen jetzt kurzfristig sichergestellt werden müsse. Als Grund für das schwere Ausmaß der Schäden nennt die Länderexpertin unter anderem die massive Abrodung der Wälder in Haiti. Nur zwei Prozent des Landes seien noch Waldflächen.
Die katholische Kirche hilft den Menschen in Haiti. Adveniat unterstützt sie dabei seit mehr als 40 Jahren.

Adveniat nimmt Spenden unter dem Stichwort „Wirbelsturm Sandy HAITI“ entgegen.

<media 10083>Das vollständige Interview mit domradio.de zum Nachhören.</media>