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Guyana: Einigung auf Neuauszählung umstrittener Wahl

David Granger, amtierender Präsident Guyanas, 2017 bei einer Veranstaltung der Vereinten Nationen in Genf. Foto: David GrangerUN Photo / Jean-Marc Ferré, CC BY-NC-ND 4.0

Im Streit um den Wahlsieger in Guyana haben sich Regierungspartei und Opposition auf eine vollständige Neuauszählung der Stimmen geeinigt. Ein Team des regionalen Staatenbündnisses der Karibischen Gemeindschaft (CARICOM), das am Sonntag in der Hauptstadt Georgetown eingetroffen ist, werde die Überprüfung des Wahlergebnisses überwachen, berichtet die Nachrichtenagentur AP am Montag, 16. März 2020.

"Sowohl der Präsident als auch die Opposition haben sich verpflichtet, die Ergebnisse einer fairen und transparenten Nachzählung jedes einzelnen Wahlgangs einzuhalten", zitiert AP Barbados Premierminister Mia Mottley und derzeitigen CARICOM-Vorsitzenden. Bei den Wahlen am 2. März 2020 hatten sowohl Beobachter der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) wie des Commenwealths den Auszählungsprozess der einstigen britischen Kolonie in Südamerika in Frage gestellt.

Die Wahlkommission in dem südamerikanischen Kleinstaat hatte am Freitag, 13. März 2020, den amtierenden Präsidenten David Granger zum Wahlsieger erklärt. Der Ex-Militär könnte damit erneut fünf Jahre regieren. Die USA und andere Staaten hatten daraufhin Wirtschaftssaktionen und Reisebeschränkungen für Regierungsmitglieder  für den Fall angedroht, dass ein neuer Präsident ohne Neuauszählung vereidigt werde. Granger erklärte einen Tag darauf sein Einverständnis zu einer Neuauszählung. (bb)

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