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Gute Nachrichten

Zu Weihnachten und zum Neuen Jahr präsentiert Ihnen Blickpunkt Lateinamerika einen Rückblick auf das Jahr 2011 – mit ausschließlich positiven Nachrichten und Erinnerungen an mutige Menschen in Lateinamerika und der Karibik. Die „Ja, aber...“ haben wir diesmal außen vor gelassen. Die hier nach Monaten aufgelisteten "guten Nachrichten" sind alle im Jahr 2011 auf www.blickpunkt-lateinamerika.de erschienen - in Form von Meldungen oder als Berichte.

Wir danken unseren Leserinnen und Lesern und unseren Journalisten und wünschen Ihnen gesegnete Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr! Wir melden uns wieder am 2. Januar 2012.

Dezember

Guatemala - Fünf Ex-Militärs müssen vor Gericht

Der guatemaltekische Gerichtshof für Höhere Gefahren hat eine Anklage von fünf weiteren ehemaligen Militärs genehmigt, die während der Diktatur von Ríos Montt aktiv waren. Die ehemaligen Militärs werden sich nach dieser Entscheidung wegen Mord und Beihilfe zum Völkermord vor Gericht verantworten müssen. Bereits im Juli dieses Jahres wurden vier Ex-Militärs wegen Mord zu mehr als 6000 Jahren Haft verurteilt.

Brasilien - Frauen zeigen mehr Widerstand gegen gewalttätige Männer

Brasiliens Frauen haben von Staatspräsidentin Dilma Rousseff Lob für ihren Widerstand gegen gewalttätige Männer erhalten. Die gestiegene Zahl von Anzeigen sei ein "positives Zeichen", dass Frauen sich zur Wehr setzten, sagte die Präsidentin. Die Regierung hat eine landesweite Notfallnummer auch für Brasilianerinnen in mehreren europäischen Ländern freigeschaltet. Die Telefon-Hotline "180" wird von der Regierungsstelle für Frauenfragen betrieben.

Kolumbien - Justiz verurteilt Militärs

Kolumbiens Justiz hat zehn Militärs wegen Mordes schuldig gesprochen. Das Strafgericht in der Stadt Bucaramanga im Nordosten Kolumbiens sah es als erwiesen an, dass die angeklagten Soldaten der kolumbianischen Streitkräfte 2007 drei Zivilisten erst entführt, ermordet und anschließend als im Kampf getötete Mitglieder der rechtsgerichteten »Selbstverteidigungseinheiten Kolumbiens« (AUC) präsentiert hatten.

Peru - Frauenmord ist Straftatbestand

Perus Gesetzgeber hat Frauenmord erstmals als eigenen Straftatbestand definiert. Die Feminizid-Novelle sieht in Verbindung mit Paragraf 108 des Strafgesetzbuches (Mord) eine Verschärfung des Strafmaßes auf mindestens 20 Jahre vor. Bislang wurde Feminizid als Tötung von Frauen durch Männern nur gesondert unter dem Tatbestand der Kindestötung geführt und mit Strafen bis zu sechs Jahren Freiheitsentzug belegt.

Honduras - Indigenen gelingt Armutsbekämpfung

Die gute Qualität und die Frische ihrer landwirtschaftlichen Produkte hat ihnen sieben Ladenketten als Kunden beschert. Bauern vom Volk der Lenca im Westen von Honduras haben allen Grund stolz auf sich zu sein. Denn mit ihrer nachhaltigen Landwirtschaft haben sie sich den Weg aus der Armut erschlossen und sogar den Nationalen Umweltpreis eingeheimst.

Guatemala - Polizeiarchiv aus Bürgerkriegszeit im Internet

Das Archiv gibt Auskunft über das Schicksal vieler Opfer während des Bürgerkriegs von 1960 bis 1996. Dank der Unterlagen sei es 26 Jahre nach dem Verbrechen möglich gewesen, die Entführer und mutmaßlichen Mörder Garcías - zwei ehemalige Polizisten - zu 40-jährigen Haftstrafen zu verurteilen. Auch der ehemalige Polizeidirektor Héctor Bol wurde aufgrund der Dokumente festgenommen.

November

Brasilien - Erfolge im Kampf gegen Aids

Brasilien verzeichnet Erfolge im Kampf gegen Aids. Nach dem Aids-Jahresbericht des Gesundheitsministeriums sank die Zahl der Neuinfizierungen von 18,8 pro 100.000 Einwohner im Jahr 2009 auf 17,9 im Jahr 2010. Die Zahl der HIV-Übertragungen von infizierten Müttern auf Neugeborene ging demnach in den vergangenen zwölf Jahren um 41 Prozent zurück.

Lateinamerika - Drei Traditionen zum Weltkulturerbe erklärt

Die Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen (UNESCO) hat drei lateinamerikanische Traditionen zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. In die Liste der UNESCO wurden das Jahrhundert alte Wissen der kolumbischen Jaguar-Schamanen von Yuruparí, die Mariachi Musik aus Mexiko und die Wallfahrt zum Schrein des Qoyllurit’i in Peru aufgenommen.

Argentinien - Ex-Diktator Videla erneut vor Gericht

Gegen Argentiniens früheren Machthaber Jorge Videla ist ein Verfahren wegen des mutmaßlichen Mordes an Bischof Enrique Angelelli während der Militärdiktatur eröffnet worden. Der 86-Jährige sitzt bereits wegen anderer Menschenrechtsverletzungen eine lebenslängliche Haftstrafe ab.

Bolivien - Energiesparlampen für El Alto

Die bolivianische Regierung hat Energiesparlampen in der Region Santa Cruz, im Department La Paz und Cochabamba verteilt. Insgesamt sollen landesweit rund 10 Millionen Energiesparlampen verteilt werden.

Kolumbien - Motorradfahrer auf Friedenstour

Mit einer Friedensfahrt über 7.000 Kilometer haben Motorradfahrer in Kolumbien auf das Schicksal politischer Geiseln aufmerksam gemacht. An der dreiwöchigen Tour haben über 100 Biker teilgenommen. Die Aktion erinnerte an 200 Geiseln, die sich teilweise seit zehn Jahren in der Hand der linken Guerillaorganisation FARC und rechter Paramilitärs befinden.

Brasilien - Bischof José Luis Azcona erhält Menschenrechtspreis

Der Bischof von Marajó wurde am 10. November in der Föderalen Universität von Rio de Janeiro mit dem João Canuto-Preis geehrt. Die von der Bewegung für Menschenrechte vergebene Auszeichnung erhielt der Bischof für seinen mutigen Einsatz gegen Kinderprostitution auf der Insel Marajó.

Chile/Osterinsel - Land in Sicht für Ureinwohner

Vor über 1.000 Jahren besiedelten die Vorfahren der polynesischen Ureinwohner die Osterinsel, die 1888 von Chile annektiert wurde. Endlich scheinen ihre Proteste für eigenes Land Früchte zu tragen. Chiles Regierung prüft finanzielle Entschädigungen für die Rapa Nui. Den Indigenen sollen Landparzellen von jeweils 2,5 Hektar, in einem Gesamtumfang von acht Quadratkilometern, übertragen werden.

Mexiko - Gendatenbanken sollen Schicksal Verschwundener klären

Mit Gentests, Ethiktribunalen und diplomatischem Druck wollen unabhängige Organisationen Übergriffe auf Migranten ohne Papiere in Mexiko und in den USA bekämpfen. Das Komitee der Angehörigen toter und verschwundener Migranten in El Salvador (Cofamide) hat mit Unterstützung der argentinischen Regierung und argentinischer Rechtsmediziner eine Gendatenbank mit Angaben zu den Vermissten gemacht. Die Datenbank soll die Identifizierung erleichtern.

Brasilien - Staat bringt Licht ins Dunkel der Diktaturzeit

Mit neuen Gesetzen will Brasiliens Staatschefin Dilma Rousseff Licht in die Vergangenheit bringen und in der Gegenwart für mehr Transparenz sorgen. Dafür soll eine Wahrheitskommission die Menschenrechtsverletzungen untersuchen. Ein wichtiger Schritt zur Konsolidierung des demokratischen Prozesses, wie Befürworter meinen.

Peru - Kein Gold ohne Einwilligung der Indigenas

Der peruanische Staat muss künftig die indigenen Völker befragen, bevor er auf ihrem Gebiet ein Projekt umsetzen will. Mit diesem Gesetz soll der soziale Frieden im Land dauerhaft hergestellt und gesichert werden.

Oktober

Lateinamerika/Karibik - Kluft zwischen den Geschlechtern wird kleiner

Die Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft hat in den vergangen Jahren in Lateinamerika und der Karibik bedeutende Fortschritte gemacht. In der Studie von den Vereinten Nationen und der Weltbank wurde deutlich, dass sich die Kluft zwischen den beiden Geschlechtern deutlich verringert hat. Lateinamerikanische Frauen hätten einen deutlich verbesserten Zugang zu Bildung, Gesundheit und Beschäftigung erlangt. Mehr Frauen als Männer besuchen Schulen und Universitäten und seit den 1980ern sind 70 Millionen Frauen in das Berufsleben eingetreten. Die Müttersterblichkeit ist in der Karibik bis zu 40 Prozent und in den Andenländern um bis zu 70 Prozent gesunken.

Mexiko - „Casa de Migrante“ in Saltillo erhält Menschenrechtspreis

Das „Casa de Migrante de Saltillo“ (CMS) im mexikanischen Bundesstaat Coahuila erhielt den 35. internationalen Letelier-Moffitt Human Rights Awards. Das Projekt befindet sich etwa 400 Kilometer südlich der texanischen Grenze und wird vor allem von Transitmigranten auf dem Weg in die USA aufgesucht. Die Auszeichnung erhielt das CMS, weil es „Transitmigranten Schutz vor Erpressung, sexuellem Missbrauch und Mord bietet. Es stellt sich mutig sowohl der organisierten Kriminalität als auch deren staatlichen Komplizen entgegen“, begründete die Jury ihre Wahl.

Südamerika - Projekt zum Schutz des Rio de la Plata

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay und Uruguay einigten sich auf ein gemeinsames Projekt zum Schutze des Flussbeckens Rio de la Plata. Die Vertreter der fünf Staaten das »Rahmenprogramm für die Nachhaltige Verwaltung der Wasserressourcen des Plata-Beckens« . Die Idee ist die »nachhaltige und gesamtheitliche Verwaltung« des Flusssystems auszubauen. Mit nicht ausgeschütteten Geldern aus dem Weltbank-Umweltfonds GEF sollen die sozio-ökonomischen Folgen von Klimawandel, Überfischung, Rodung, Agro-Chemie, Industrie-Abfällen und Staudamm-Bau abgefedert werden

Brasilien - Senat stimmt für Wahrheitskommission

Brasiliens Senatoren stimmten einstimmig für die Einrichtung einer Wahrheitskommission zur Aufarbeitung von politisch motivierten Menschenrechtverstößen. Die Kommission soll künftig Verbrechen und Täter benennen.

Lateinamerika - Buen Vivir: Mutter Erde im Mittelpunkt

Zwei Länder Südamerikas, Bolivien und Ecuador, haben die Weltansicht des „Buen Vivir“ mit in ihre Verfassung aufgenommen. Bewusst oder politisch umgesetzt wird sie schon in Ecuador. Dort werden alle Maßnahmen mit „Buen Vivir“ überschrieben, beispielsweise die Durchsetzung der Impfungen. Das Konzept „Buen Vivir - Gute Leben“ wird in der indianischen Asprache Quechua „Sumaq Kawsay“ genannt. Es beinhaltet die Rückbesinnung auf die traditionellen Werte der indigenen Gemeinschaft: Lebenszufriedenheit erreichen, ohne einen großen Materialverbrauch zu haben. Außerdem besagt die Philosophie des „Buen Vivir“, dass das gemeinschaftliche Zusammenleben und vor allem die Beziehung zur Natur von großer Wichtigkeit sind.

September

Deutschland - Kolumbianer erhält Nürnberger Menschenrechtspreis

Der kolumbianische Journalist Hollman Morris erhielt den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis 2011. Morris berichtet seit 15 Jahren für verschiedene Nachrichtenmagazine und für die überregionale Zeitung "El Espectador" über Menschenrechtsverstöße in seinem Heimatland Kolumbien.

Mexiko - Führende Tageszeitungen verbieten Sex-Anzeigen

Die auflagenstarken Tageszeitungen "El Universal" und "Reforma" stellten den Abdruck von Sexanzeigen ein. Die beiden Zeitungen wollen dazu beitragen, die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Kindern in Mexiko zu erschweren. Künftig sollen in den Tageszeitungen keine Anzeigen mehr für Escort-Dienste oder Sex-Chats erscheinen.

Costa Rica - Ureinwohner bekommen Land zurück

Der costaricanische Staat musste 4.500 Hektar an der Karibikküste an die Ureinwohner zurückgeben. Der Gerichtshof berief sich auf die per Präsidialdekret 1977 festgelegten, ursprünglichen Grenzen des Indigenareservats Keköldi in der Provinz Limón nahe der Grenze zu Panama, wo rund 10.000 Bribri-Indianer leben.

Paraguay / Spanien - Las Casas-Preis für Bartomeu Melià

Spaniens Kronprinz Felipe hat den Jesuiten-Priester Bartomeu Melià in Madrid mit dem Premio Bartolomé de Las Casas ausgezeichnet, benannt nach dem Dominikanermönch, der sich im 16. Jahrhundert für die Rechte der Indigenen in den spanischen Kolonien in Amerika einsetzte. Bei der Zeremonie im Zarzuela-Palast in der spanischen Hauptstadt wurde das Engagement Meliàs zugunsten der indigenen Völker Brasiliens und Paraguays gewürdigt, vor allem der Guaraní.

Mexiko - Weiterer Friedensmarsch

Eine Karawane des Friedens startete in Mexiko-Stadt für eine elftägige Reise durch sieben südliche Bundesstaaten Mexikos. Die mexikanische Friedensbewegung mobilisierte mehrere hundert Menschen, um gegen die Gewalt im Süden des Landes zu protestieren und das öffentliche Augenmerk auf die Probleme vor Ort zu lenken.

Honduras - Medienpreis "Peter Mackler" 2011 für Karla Rivas

Die honduranische Journalistin Karla Rivas vom Radiosender "Radio Progreso" erhielt den Journalistenpreis “Peter Mackler". Der Preis wird von den Organisationen Reporter ohne Grenzen und Global Media Forum vergeben. Die Auszeichnung wird für ethisch wertvollen und mutigen journalistischen Einsatz verliehen. Mit Rivas wurde erstmals eine Frau mit diesem Preis ausgezeichnet.

Jamaika - Recycling-Taschen statt Kaffeebohnen

Eine kleine Gruppe von Frauen versucht durch einen alternativen Einkommenszweig einen Weg aus der Krise zu finden. Die Frauen handeln mit farbenfrohen Plastiktaschen handeln und leisten damit einen Beitrag zum Umweltschutz. Auch die niedrigen Einkommensschichten haben sie im Blick und akzeptieren das Geld, das sie dafür bekommen..

Mexiko - Zukunft ohne Genmais möglich

Mais ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel in Mexiko. Agrarwissenschaftler fanden heraus, dass sich das Getreide den dortigen Klimaveränderungen bestens anpassen kann. Der Einsatz von Gensaatgut ist ihrer Ansicht nach überflüssig. In dem lateinamerikanischen Land kommen etwa 60 traditionelle Mais-Landrassen und 209 Varietäten vor. Die traditionellen Aussaatmethoden könnten den Bauern helfen, Vorräte von Mais-Landrassen anzulegen, die den vorhersehbaren Klimaveränderungen standhielten, erklärten Wissenschaftler in einer Studie mit dem Titel ´Assessing the Vulnerability of Traditional Maize Seed Systems in Mexico to Climate Change"´.

August

Guatemala - Jahrtausend-Strafe für Berufsmörder

Erstmals in der Geschichte Guatemalas hat ein Gericht Ex-Armee-Angehörige für ihre Gräueltaten im Bürgerkrieg verurteilt. Für das brutale »Massaker Los Dos Erres« von 1982 erhielten vier ehemalige Elitesoldaten als Strafe je 6060 Jahre Gefängnis.

Argentinien - Indigene versorgt 1.600 Hungrige am Tag

Seit Margarita Barrientos in Buenos Aires vor 15 Jahren die Armenküche ´Los Piletones´ eröffnete, hat die Argentinierin zahlreiche Preise erhalten. Ihr liegt allerdings wenig daran, als ´Frau des Jahres´ gefeiert zu werden. Am meisten wünscht sie sich, dass ihr Engagement gar nicht mehr nötig wäre. Stattdessen sollte es lieber für alle Menschen Arbeit in Würde geben, meint Barrientos. Für ihren unermüdlichen Einsatz wurde die 49-Jährige bereits von der Stadtverwaltung, unabhängigen Organisationen und Kirchen geehrt.

Brasilien - Bereits 15.000 Waffen eingesammelt

Rund 15.000 Waffen wurden im Zuge der diesjährigen Entwaffnungskampagne übergeben. „Etwa 90 Prozent der Waffen im Land befinden sich in den Händen der Zivilbevölkerung. Sie sind die Quelle für alle Banden“, erklärt Antonio Rangel, Koordinator der Aktion. Im internationalen Durchschnitt sind nur 70 Prozent der Waffen in den Händen von Zivilpersonen. Mit den Kampagnen zur freiwilligen Entwaffnung wurde in Brasilien 2004 begonnen. Damals wurde fast eine halbe Million Waffen eingesammelt, die Zahl der Toten durch Schusswaffen sank im selben Jahr um 11 Prozent.

Honduras - Ordensfrauen in Reality-Show

Ungewöhnlichen Besuch erhielten die Ordensschwestern der "Franciscanas de la purisima" in Honduras. In der Reality-Show “Fuerza Honduras” des TV-Senders Educativa Nacional Canal 10 und der Tageszeitung "La Tribuna" spielten die acht Nonnen eine Hauptrolle. Ihr Engagement für das Kinderheim “La Casa del Niño” soll im Rest des Landes als Beispiel für gemeinsame gesellschaftliche Anstrengungen für ein besseres Honduras dienen. Die Ordensschwestern betreuen in dem Heim rund 60 Kinder aus den ärmsten Bevölkerungsschichten und geben ihnen mit Ausbildung, Unterkunft und Erziehung eine echte Lebensperspektive.

Juli

Peru - Mit dem Webstuhl aus dem Koma

Flink verknüpft Dora Huancahuari rosa, grüne und türkisfarbene Fäden auf einem hölzernen Webstuhl. Gemeinsam mit einigen Nachbarinnen hat sich die Indígena in einem südperuanischen Anden-Dorf mit ihrer Arbeit selbständig gemacht. Aus eigener Kraft suchen die Frauen in der durch Armut und Bürgerkrieg gezeichneten Region neue Lebensperspektiven.Die fertigen Waren verkaufen die Weberinnen auf dem Markt in der Regionalhauptstadt Ayacucho. "Wir verdienen damit Geld für unsere Kinder", erzählt die fünffache Mutter Dora. Dabei zieht sie weiter ihr Weberschiffchen durch die Fäden.

Mexiko/Lateinamerika - Phonothek zur Bewahrung indigener Sprachen

Die Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) in Mexiko-Stadt hat eine Phonothek eingerichtet, um das wertvolle kulturelle Erbe der indigenen Sprachen in Hispanoamerika zu bewahren. Diese enthält bereits über 800 Tonaufnahmen der 300 indigenen Sprachen und Dialekte, die sich auf Mexiko verteilen. Einige der Sprachen werden nur noch von zwei oder drei Personen gesprochen.

Guatemala - Erstmals Prozess gegen Militärs

Erstmals in der Geschichte des mittelamerikanischen Ex-Bürgerkriegslandes müssen sich ehemalige Militärangehörige vor einem Gericht verantworten. Nach 17 Jahren Justizverfahren gelang es den klagenden Familien und dem Nebenkläger »Vereinigung der Familien von Verhafteten und Verschwundenen Guatemalas« (Famdegua) Mitglieder einer Eliteeinheit der Streitkräfte für die Ermordung von 250 Menschen auf die Anklagebank zu bringen.

Mexiko - Auch Militärs müssen vors Zivilgericht

Armeeangehörige müssen sich künftig für Menschenrechtsverletzungen auch vor Zivilgerichten verantworten. Mit dieser einstimmig getroffenen Entscheidung folgten die Richter des Obersten Gerichtshofs den Maßgaben des Interamerikanischen Gerichtshofs. Damit kippten die Richter eine 70 Jahre lang bestehende Rechtspraxis. Menschenrechtsverletzungen von Militärs im Dienst können künftig vor jedem Zivilgericht des Landes verhandelt werden.

Juni

Argentinien - Priester kämpfen in Buenos Aires gegen die Droge Paco

In den Armenvierteln von Buenos Aires verbreitet sich seit ein paar Jahren die Droge Paco - mit verheerenden Folgen. In der Nähe des berüchtigten Viertels Villa Bajo Flores unterhält die Kirche Auffangzentren für Drogenabhängige. Das Zentrum funktioniert nach einem Drei-Etappen-System: Zuerst werden die Paco-Konsumenten sensibilisiert, ihre Abhängigkeit wahrzunehmen. Dann können sie sich zu einer Entziehungskur in einer staatlichen Einrichtung entschließen. Wenn sie von dort zurückkommen, begleiten die Priester sie beim Aufbau einer neuen Existenz. "Hogar de Cristo" bietet nicht nur Lehrstellen und die Möglichkeit, einen Schulabschluss nachzuholen, sondern auch Kurse in Theater, Radiojournalismus und Sport.

Kolumbien - Sonntags gehört die Autobahn den Joggern

Kolumbien macht sonntags und feiertags die Straßen frei für die Hobbysportler. Dort, wo sich normalerweise werktags hundertausende Fahrzeuge durch die Staus quälen, haben die Autos nichts mehr zu suchen. „Ciclovía“ - Jogger und Radfahrer übernehmen das Kommando.

Mexiko - Journalistinnen aus Ciudad Juárez ausgezeichnet

Die beiden mexikanischen Journalistinnen Rocío Idalia Gallegos Rodríguez und Sandra Rodríguez Nieto von der Tageszeitung „El Diario de Juárez“ erhielten den Knight International Journalism Award 2011. Die Jury begründete ihre Wahl mit der unerschrockenen Berichterstattung der beiden Frauen über die Folgen von Korruption und Drogenhandel an der Nordgrenze Mexikos.

Venezuela - Neues Gesetz zu Menschenrechtsverletzungen

In Venezuela hat die Nationalversammlung den Gesetzesentwurf zur Strafverfolgung von Delikten und Menschenrechtsverletzungen während der Zeit zwischen 1985 und 1998 angenommen. Geplant ist nun die Aufstellung einer Wahrheitskommission, Straftaten sollen verfolgt und Opfer entschädigt werden.

Weltweit - Arbeitsrechte für Hausangestellte verbessert

Die Rechte der weltweit bis zu 100 Millionen Hausangestellten sollen gestärkt werden. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) verabschiedete mit überwältigender Mehrheit eine entsprechende Konvention. Deutsche Menschenrechtsorganisationen sprachen von einem Meilenstein.

Guatemala - Busse für Frauen

In der guatemaltekischen Hauptstadt hat das Verkehrsprojekt Transurbano Busse nur für Frauen eingesetzt. Zwischen sechs und sieben Uhr morgens sowie halb sechs und sieben Uhr am Abend fahren zusätzliche Fahrzeuge auf einigen Routen. Darunter sind vor allem vielbefahrene Routen, die von den Außenbezirken in die Stadt und umgekehrt fahren. Frauen sollen so besser vor Übergriffen geschützt werden. Für die Busse ist ein 15-Minuten-Takt geplant. Mütter dürfen Söhne bis zum Alter von 14 Jahren mitnehmen. Auch in anderen Ländern gibt es Busse nur für Frauen, darunter Mexiko und Brasilien.

Lateinamerika - Internationale Aktionswoche gegen Waffengewalt

Verschiedene soziale Organisationen gestalteten eine „Internationale Aktionswoche gegen Waffengewalt". Mit verschiedenen Aktionen in Kolumbien, Brasilien, Chile und anderen Staaten Lateinamerikas wiesen sie auf das Problem des illegalen Waffenhandels und Waffenbesitzes hin. Die beiden Organisationen sammelten Friedensbotschaften von Kindern und schickten Aufrufe an Behörden lateinamerikanischer Staaten, in denen sie dazu aufforderten, sich an der Aktionswoche zu beteiligen.

Nicaragua - Armut sinkt

Die Armut in Nicaragua ist besonders in den ländlichen Gebieten gesunken. Nach einer Studie der Internationalen Stiftung für die Globale Wirtschaftliche Herausforderung (FIDEG) sank die extreme Armut im nationalen Durchschnitt von 9,7 Prozent im Jahr 2009 auf neun Prozent in 2010 und auf dem Land sogar von 18,2 Prozent auf 15,9 Prozent.

Weltweit/Mexiko - Neue Antworten auf HIV/Aids

Wissenschaftler in den USA veröffentlichten die Ergebnisse einer Langzeitstudie zu HIV/Aids. Durch eine frühzeitigere Behandlung von HIV kann auch die Ansteckungsrate drastisch reduziert werden. Diese Ergebnisse legen eine Neuformulierung der Strategien zu Bekämpfung der Aids-Epidemie nahe. Medikamente zur Behandlung der HIV-Infektion haben einen hohen präventiven Effekt und reduzieren das Risiko einer Übertragung auf fast Null.

Mai

Guyana - Gute Nachricht aus Guyana

Der 45. Jahrestag der Unabhängigkeit stand im Zeichen eines unspektakulären Aufschwungs und relativer Stabilität. Seit 2005 erlebt Guyana den längsten Wirtschaftsaufschwung seiner Geschichte. Das Gute daran ist, dass das Wachstum nicht bloß den Wohlhabenden zugutekommt, sondern auch der wachsenden Mittelschicht und den Armen.

Kuba - Bestnoten für Kubas Waldschutz

Kuba hat in Lateinamerika und der Karibik die meisten als Schutzgebiete ausgewiesenen Wälder. Dies geht aus der Studie „Situation der Wälder in der Welt 2011“ hervor, die die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO veröffentlichte. Die Karibikinsel verfolgt bereits seit 1998 ein Wiederaufforstungsprogramm mit dem es gelungen ist, die Waldfläche der Insel auf 100.000 Hektar zu erhören. Jährlich sollen 57.000 Hektar neu bepflanzt werden, so dass die bewaldeten Flächen der Insel im Jahr 2015 mehr als 29 Prozent betragen wird. Damit ist Kuba eines von zwölf Ländern, die weltweit die meisten Bäume pflanzen.

April

Uruguay - Das kleine Zeitungswunder

In Uruguay gründeten ein paar Unbeirrbare die Zeitung „La diaria“ als Kollektivbetrieb, obwohl weltweit fast alle Zeitungen Einbrüche bei ihren Auflagen beklagen. Es ist eine Zeitung, die in 20 Minuten durchzulesen ist und Themen haben Platz, die andere Zeitungen gar nicht bringen: soziale Bewegungen, Genderthemen, Umweltthemen, Minderheitenrechte oder die gleichgeschlechtliche Ehe. Auch den Fotos wird eine große Bedeutung beigemessen. Im Gegensatz zu anderen Zeitungen erscheint der Name des Fotografen sowie Tag und Ort der Aufnahme.

Brasilien - Neues Gesetz soll Gewalt gegen Frauen eindämmen

Um Gewalt gegen Frauen, vor allem in der Ehe, einzudämmen, verabschiedete der brasilianische Senat einen neuen Gesetzesentwurf. Dieser berechtigt auch Zeugen von verübter Gewalt, Anzeige gegen den Täter zu erstatten. Bisher konnte ein Täter nur dann verurteilt werden, wenn das Opfer selbst zur Polizei ging.

Guatemala - Erste Hausarbeiterinnen-Gewerkschaft gegründet

Die guatemaltekische Verband der Hausarbeiterinnen, Maquila- und Heimarbeiterinnen Atrahdom, hat die Gründung der ersten Gewerkschaft für auf eigene Rechnung arbeitende Hausarbeiterinnen ins Leben gerufen. Ziel der neu gegründeten Vereinigung ist es für die Rechte der Arbeitenden in diesem Sektor einzutreten. Frauen sollen erreicht werden, die in komplett ungeschützten Arbeitsverhältnissen tätig sind, zum Beispiel Wäscherinnen, Straßenverkäuferinnen und Produktvertreterinnen.

Mexiko / Deutschland - Auszeichnung für Blog zum Drogenkrieg

Für ihren Blog zu den Auswirkungen des Drogenkrieges in der nordmexikanischen Stadt Ciudad Juárez bekam die spanische Journalistin Judith Torrea den Jurypreis des „Reporter ohne Grenzen Award“. In ihrem Blog „Ciudad Juárez, en la sombra del narcotráfrico“ („Juárez im Schatten des Drogenhandels“) beschreibt die spanische Journalistin in allen Facetten den von Gewalt geprägten Alltag in einer der gefährlichsten Städte der Welt. Mit dem „Reporter ohne Grenzen Award“ werden Blogger gewürdigt, die mit außerordentlichem Mut und Engagement von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit im Internet Gebrauch machen.

Bolivien - Weniger Armut durch Umweltschutz

Für ihren »außergewöhnlichen Einsatz« zum Schutz der Natur und Armutsbekämpfung wurde die bolivianische Tiefland-Gemeinde der Tsimane-Moseten-Indígenas mit dem Preis »Iniciativa Ecuatorial« ausgezeichnet. Die mit 5.000 US-Dollar honorierte Auszeichnung wird alle zwei Jahre an 25 lokale und indigene Gemeinden in Afrika, Asien, Lateinamerika, Karibik und Pazifikraum vergeben, die sich zwischen dem 23,5ten Längengrad nördlich und südlich des Äquators für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung einsetzen.

Lateinamerika - Indigene erhalten Urheberrecht für Kartoffeln

Die Indigenen Lateinamerikas erhalten zukünftig einen Gewinnanteil des weltweiten Kartoffelumsatzes. Das entschied das UN-Tribunal für Geistiges Eigentum „in Anerkennung der Tatsache, dass die Kartoffel, wie wir sie heute kennen, von indigenen Menschen kultiviert wurde.“ Der Anteil soll ein Prozent des jährlichen Umsatzes betragen.

März

Argentinien - Erstes Gerichtsverfahren wegen Kindesraubes

In Argentinien wird nach 35 Jahren Kampagnenarbeit und zahlreichen juristischen Aktivitäten der Großmütter der Plaza de Mayo die Entführung von Kindern politischer Gefangener strafrechtlich verfolgt. Vor Gericht stehen zwei Ex-Präsidenten, fünf ehemalige Militärs sowie ein Arzt, der im berüchtigten Folterzentrum ESMA in Buenos Aires Geburtshilfe leistete.

Bolivien - Vereinte Nationen loben Menschenrechtspolitik

Bolivien sind in Sachen Menschenrechte auf einem guten Weg. Im Jahr 2010 seien "im plurinationalen Staat Bolivien" bemerkenswerte Fortschritte in der legislativen Entwicklung« gemacht worden, heißt es in dem jBericht der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen für Bolivien. »Wichtige legale, politische und institutionelle Reformen zur Beendigung der historischen Diskriminierung und Ausgrenzung der indigenen Völker, der Afrobolivianer und anderer vulnerabler Gruppen«, seien durch die Verabschiedung der neuen Verfassung im Januar 2009 und die anschließende Anpassung nationalen Rechtsrahmens durch 80 neue Gesetze auf den Weg gebracht worden, so der 20-Seiten-Bericht.

Peru - Keine Verjährung von Menschenrechtsverletzungen

Das peruanische Verfassungsgericht hat entschieden, dass Menschenrechtsverletzungen grundsätzlich nicht verjähren, unabhängig vom Zeitpunkt der Tat. Damit erklärten die Richter das Dekret 1097 für verfassungswidrig, das eine Verjährung für alle vor dem Jahr 2003 begangenen Menschenrechtsverletzungen verfügte.

Mexiko - Menschenrechtspreis für mexikanischen Theologen

Der mexikanischer Theologe und Menschenrechtler Abel Barrera Hernandez und das von ihm gegründete Zentrum "Tlachinollan" erhielten den Menschenrechtspreis von amnesty international in Deutschland. Das Zentrum setze sich seit 1994 unermüdlich und unter hohem persönlichen Risiko für die Rechte der indigenen Bevölkerung im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero ein, begründete die Organisation die Auszeichnung.

Februar

El Salvador - Frauen kämpfen gegen Folgen des Klimawandels

In El Salvador nimmt eine mächtige soziale Bewegung den Umweltschutz selbst in die Hand. Ihr geht es dabei auch um eine nachhaltige Landwirtschaft. Die “Asociación Mangle” (Mangle bedeutet Mangrove) kämpft gegen die Folgen des Klimawandels. Dieser beschert der Region Überschwemmungen und Flüsse, die über die Ufer treten. Der sozialen Bewegung geht es um die Stärkung einer nachhaltigen und diversifizierten Landwirtschaft, die Sicherstellung der Versorgung mit Nahrungsmitteln und eine Anpassung an die durch den Klimawandel ausgelösten Veränderungen.

Ecuador - Auszeichnung für Bischof Gonzalo Lopez Maranon

Für sein jahrzehntelanges Engagement für die Rechte der indigenen Bevölkerung wurde der emeritierte Bischof Gonzalo Lopez Maranon ausgezeichnet. Der Oberhirte von Seleuciana erhielt die Auszeichnung von der Universität Andina Simon Bolivar. Die renommierte Hochschule würdigte damit den Einsatz des 77 Jahre alten Karmeliten für die Rechte der Afro-Lateinamerikaner, der Indigenen, Landarbeiter, Frauen und Kinder.

Honduras - Biostrom aus Müll

Puerto Cortés im Norden von Honduras hat sich das Ziel gesetzt, als erste grüne Stadt des Landes in die Geschichte einzugehen. Mit einer Investition in Höhe von neun Millionen US-Dollar sollen ab dem kommenden Jahr 2,5 Megawatt Strom aus dem Müll der Gemeinde generiert werden. Wie der Bürgermeister Allan Ramos erläuterte, werden die aus der städtischen Müllhalde aufsteigenden Gase mittels einer Biokonverters in saubere Energie umgewandelt. Die vom UN-Entwicklungsprogramm unterstützte Initiative verleihe dem Müll dank einer nachhaltigen Bioenergieproduktion, Erzeugung von Biostrom und CO2-Zertifkaten sowie Recycling und Düngemittelgewinnung einen hohen wirtschaftlichen und ökologischen Wert. Auch wird das Vorhaben die Abfallmenge reduzieren.

Peru / Deutschland - Filmpreis für Dokumentation

Der peruanische Dokumentarfilm „Operación Diablo“ (Operation Teufel) wurde mit dem Internationalen Menschenrechtspreis auf der Cinema for Peace Gala in Berlin ausgezeichnet. Der Filmpreis wird gemeinsam von Amnesty International und dem Human Rights Film Network vergeben. Der Film von Stephanie Boyd dokumentiert den Einsatz des Priesters Marco Arana gegen ein Bergbauunternehmen, das nördlich der Stadt Cajamarca gegen den Willen der dort ansässigen Bauern die größte Bergbauoperation für Gold in Lateinamerika startete: die Minera Yanacocha.

Januar

Kolumbien - Eine Tasse Kaffee zur Versöhnung

Ausgerechnet eine Tasse Kaffee sollte den Weg zum Frieden ebnen: Kolumbiens Kaffeegigant "Juan Valdez" wagte ein außergewöhnliches Experiment. Mit Hilfe einer jährlich neu aufgelegten Kaffeesorte soll der Friedensprozess in dem südamerikanischen Land vorangetrieben werden. Der "Cafe de la Reconciliacion" - der Kaffee der Versöhnung - stammte in diesem Jahr aus der Region Rio Negro-Santande und sollte die Kolumbianer daran erinnern, dass trotz wirtschaftlichem Aufschwung der Weg zum Frieden noch weit ist.

Paraguay - Guaraní dem Spanischen gleichgestellt

Paraguays Präsident Fernando Lugo unterzeichnete einen Erlass, der Guaraní als offizielle Sprache dem Spanischen gleichstellt. Die Regierung bezeichnete das sogenannte „Sprachengesetz“ als eines der wichtigsten Instrumente der vergangenen Jahrzehnte in Paraguay, um kulturelle Forderungen zu erfüllen. Die Volkszählung aus dem Jahr 2002 hatte ergeben, dass 27 Prozent der Paraguayer ausschließlich Guaraní sprechen.

Brasilien -200 indigene Familien bekommen Land

Nach einem18 Jahre andauernden Kampf um ihr Land, bekamen die Indigenas vom Stamme der Pataxós 2,100 Hektar Land im Bundesstaat Bahia zugeteilt. Nach Aussagen von Stammesvertretern werden gut 200 Familien mit insgesamt 900 Indigenas auf dem zugeteilten Land leben können. Bei dem Land handelte es sich um ein "Aldeia Velha" genanntes Gebiet im Süden des Bundesstaates Bahia.

Zusammenstellung: Annika Sophie Duhn