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Grundwasser an Küste von Yucatün gefährdet

Auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán besteht einem von den Vereinten Nationen geförderten Bericht zufolge Gefahr für das Grundwasser. In einer der beliebtesten touristischen Regionen des Landes drängen Chemikalien in den Boden ein, deren Quellen von Körperpflegeprodukten über Pestizide bis zu Kokain reichten, heißt es. Die Verseuchung des Grundwassers an der Riviera Maya werde durch undichte Kanalisationsrohre und Klärgruben ermöglicht. Der an der karibischen Küste gelegene mexikanische Bundesstaat Quintana Roo hängt in hohem Maße vom Tourismus ab, der hier seit drei Jahrzehnten einen Boom erlebt.

Folge der Verstädterung und des Tourismus

Der Umwelttoxikologe Chris Metcalfe von der Universität im kanadischen Trent hält vorbeugende und lindernde Maßnahmen für unerlässlich. Nur so sei zu gewährleisten, dass die touristische Entwicklung der Region nicht Umwelt und Menschen Schaden zufüge. Der Forscher hat mit seinem Team in einem Zeitschriftenartikel nachgewiesen, dass die zunehmende Verstädterung der Riviera Maya zwecks Ausbau des Tourismus zur Verseuchung der unterirdischen Wasserquellen führt, welche direkt ins karibische Meer fließen.

Korallenriffe bedroht

In besonderem Maße ist das hochsensible ökosystem der Korallenriffe betroffen, das ohnehin schon unter der globalen Erwärmung leidet. Es handelt sich um das weltweit zweitgrößte Riffsystem hinter dem australischen Great Barrier Reef. Umweltforscher des „Centro Ecológico Akumal“ weisen darauf hin, dass der auf Yucatán verbreitete poröse Kalksteinboden das Einsickern von Schadstoffen stark begünstige. (bs)

Quelle: Noticias aliadas