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Größte Goldmine des Landes am Xingu?

Das kanadische Bergbauunternehmen Belo Sun will an der Großen Schleife des Rio Xingu im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará die größte Goldmine des Landes errichten. Damit droht der Region nach dem umstrittenen Staudammprojekt Belo Monte eine weitere Gefahr. Als Förderdauer sind zwölf Jahre vorgesehen. Doch die Staatsanwaltschaft von Pará schlägt Alarm: Bei der Vergabe der Konzession an das Unternehmen mit Sitz in Toronto sei es zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Belo Sun indes plant laut seiner Website, die Goldförderung im dritten Quartal 2015 aufzunehmen. Als Vorzug der Region wird die ausgezeichnete Infrastruktur gepriesen, die durch den geplanten Belo-Monte-Staudamm noch einen zusätzlichen Schub erhalte.

Staatsanwaltschaft: Indigene wurden übergangen

Die Staatsanwaltschaft von Pará hat dem Umweltministerium des Bundesstaates zwei Empfehlungen überstellt. Das eine Schreiben befasst sich mit den Folgen der Goldförderung für die Umwelt, das andere bemängelt, dass die lokale indigene Bevölkerung nicht – wie von der brasilianischen Verfassung vorgeschrieben – bei der Beratung über das Projekt hinzugezogen worden sei. Den Menschen drohe die Verdrängung aus ihrem Lebensraum. Die Staatsanwaltschaft gibt außerdem zu bedenken, dass ein weiteres Großprojekt neben Belo Monte die Umwelt zu stark belasten könnte. Eine entsprechende Untersuchung solle dies klären. Bereits bekannt ist, dass der Belo-Monte-Staudamm das Wasservolumen des Rio Xingu um mehr als 70 Prozent verringern würde. Die Staatsanwaltschaft empfiehlt desweiteren eine öffentliche Anhörung in der Stadt Altamira. (bs)

Quellen:

http://amarcbrasil.org/depois-de-belo-monte-extracao-de-ouro-ameaca-volta-grande-do-rio-xingu/

http://www.belosun.com/