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Goldsucher ermorden zwei Yanomami-Indigene

Territorien der Yanomami-Indígenas im Amazonas in Brasilien. Foto: Jürgen Escher

In Brasilien haben illegale Goldsucher zwei Mitglieder des Volks der Yanomami-Indigenen im brasilianischen Amazonas-Regenwald erschossen. Der Mord in dem abgelegenen Gebiet im Bundesstaat Roraima soll sich bereits am 12. Juni 2020 ereignet haben, berichtet die Nachrichtenagentur AP am Sonntag. Wegen der langen Kommunikationswege sei die Nachricht zeitlich stark verzögert eingetroffen.

Laut Júnior Hekurari Yanomami, der ein Mitglied der betroffenen Yanomami ist, hätten sich die Morde in einem geschützten Indigenen-Territorium zugetragen. Bei den Getöteten handelt es sich um die beiden jungen Männer Original Yanomami (24 Jahre) und Marcos Yanomami (20 Jahre). Bestätigt wurde die Tat in einer Erklärung der Hutukara-Vereinigung, die die Yanomami-Gemeinschaften in Brasilien vertritt, so AP.

Der illegale Goldabbau in Brasiliens Amazonaswäldern stellt nicht nur für die Menschenrechte eine große Gefahr dar. Einer Studie, die Forscher der britischen University of Leeds im "Journal of Applied Ecology" veröffentlicht haben, wachsen Tropenwälder in stillgelegten Bergbauanlagen nur sehr schwer nach, die die Deutsche Pressagentur zu Wochenbeginn berichtet.  (bb)

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