Argentinien |

Gletschergesetz in Kraft getreten

Nach vielen Protesten gegen Verzögerungstaktiken ist das Gletschergesetz am 28. Februar schließlich doch unterzeichnet worden und in Kraft getreten. Das Gesetz war bereits Ende letzten Jahres beschlossen worden.

Demnach schreibt der am 1. März veröffentlichte Text der Novelle Nr. 26.369 eine Langzeitstudie zur Entwicklung der Gletscher in den kommenden fünf Jahren vor. Dadurch erhofft sich die Regierung Daten über 96 Wassereinzugsgebiete auf dem argentinischen Territorium.

Erste Ergebnisse sollen schon nach 12 Monaten veröffentlicht werden. Aufgrund dieser Erhebungen sollen dann auch entsprechende Schutzmaßnahmen umgesetzt werden um Wasserreservoirs für den menschlichen Trinkwasserkonsum, die Landwirtschaft Flussläufen zu schützen.

Schutzmaßnahmen für Gletscher

Auch die Auswirkungen des Abschmelzens von Gletschern und vereisten Gebieten sollen Eingang in die Studie finden. Aktivitäten, die die natürliche Bewegung von Gletschern gefährden, sollen verboten werden. Mit der Gesetzesregelung wird zudem der Schutz von Gletschern als notwendige Maßnahme zum Erhalt von Artenvielfalt und natürlichem Gleichgewicht anerkannt.

Für die Aufstellung entsprechender Richtlinien wird das Umwelt- und Entwicklungsministerium verantwortlich sein. Bereits in den kommenden 30 Tagen soll umgerechnet rund eine halbe Million Euro für die Umsetzung der Gesetzesnovelle bereitgestellt werden. (bh)

Quelle: Adital