Kolumbien |

Geste der Versöhnung im kolumbianischen Parlament

Tattoo "Paz" - "Frieden" Adveniat

Tattoos für den Frieden - eine Aktion vom Lateinamerika-Hilfswerk für den Frieden in Kolumbien. Foto: Adveniat/Jürgen Escher

Bewegende Szene im kolumbianischen Parlament: Die Abgeordnete der ehemaligen Farc-Guerilla Griselda Lobo alias Sandra Ramirez, Witwe von Farc-Gründer Manuel Marulanda, übergab als Zeichen der Versöhnung eine Topfpflanze an den ehemaligen rechtskonservativen Präsidenten Alvaro Uribe (2002 bis 2010). Der nahm unter Beifall der Parlamentarier das Geschenk an. "Der Frieden verdient es, den Stolz hinter sich zu lassen", sagte Ramirez. Uribe entgegnete: "Wer Hass in sich trägt, verpasst das Beste im Leben."

Uribe hatte während seiner Amtszeit einen harten militärischen Kurs gegen die Farc gefahren und sich auch gegen den von seinem Nachfolger Juan Manuel Santos geführten Friedensprozess gestellt. Ende 2016 konnte sich der damalige Präsident Santos nach vierjährigen Verhandlungen auf ein Friedensabkommen mit der bis dahin größten Guerilla-Bewegung verständigen. Santos erhielt für seine Bemühungen den Friedensnobelpreis. Die Farc legte ihre Waffen nieder und ist inzwischen als politische Partei im Parlament aktiv.

Aktion "Frieden jetzt!"

Mit seiner Kampagne "Frieden jetzt!" unterstützt das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat die Versöhnungsarbeit der kolumbianischen Kirche. In vielen regionalen Friedensinitiativen werden über die gesellschaftlichen Gräben hinweg friedliche Konfliktlösungsstragien entwickelt und eingeübt.

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