Argentinien |

Generalstreik in Buenos Aires gegen wachsende Armut

In der argentinischen Hauptstadt hat am Dienstag, 20. November 2012, ein Generalstreik gegen wachsende Armut das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt. Lastwagenfahrer sperrten die Hauptzufahrtsstraßen nach Buenos Aires. Die meisten Züge, viele Busse und die Müllabfuhr blieben in den Depots. Alle Inlandsflüge wurden abgesagt. Banken und zahlreiche Krankenhäuser blieben dort und in anderen Städten geschlossen.

Die drei größten Gewerkschaftsbunde Argentiniens hatten landesweit zu einem 24-Stunden-Streik aufgerufen. Sie fordern Sozialleistungen wie Krankenversicherung, mehr Rechte für Rentner oder die Anhebung des Mindestlohnes und die Senkung der Einkommenssteuer.

Proteste gegen die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner haben sich in den vergangenen Monaten gehäuft. Die Argentinier sind erbost über steigende Kriminalität und Inflation sowie über den autoritären und polarisierenden Führungsstil der Staatschefin. Auch verärgern Restriktionen im Devisenhandel und beim Import die Bevölkerung. Viele Läden mussten wegen fehlender Waren und ausbleibender Kunden schließen. Außerdem leben immer mehr Menschen auf der Straße.

Quelle: KNA