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Gemeinsam gegen Drogenmafia kämpfen

Bolivien und Brasilien wollen Ende März einen Vertrag zur gemeinsamen Bekämpfung des Drogenhandels unterzeichnen. Nach einem Bericht der Tageszeitung "El Comercio" heißt es aus Diplomatenkreisen, beide Regierungen seien sich einig, dass der Kampf gegen die Drogenkartelle vor allem an der insgesamt 3.423 Kilometer langen gemeinsamen Grenze verstärkt werden müsse.

Zur Unterzeichnung des Abkommens wird der brasilianische Justizminister José Eduardo Cardozo am 28. und 29. März zu einem Besuch in La Paz bei seinem bolivianischen Amtskollegen Sacha Llorenti erwartet. Ein Kernstück des Vertrages soll die Verbesserung der Zusammenarbeit der Polizeibehörden sein. Dazu sollen in den Konsulaten in Santa Cruz (Bolivien) und San Pablo (Brasilien) entsprechende Büros der Sicherheitskräfte eingerichtet werden, um den Austausch von Informationen zu erleichtern.

Nach offiziellen Angaben der bolivianischen Regierung habe die Spezialeinheit des Landes "La Fuerza Especial de Lucha Contra el Narcotráfico de Bolivia" allein im vergangen Jahr 1474 Operationen gegen den Drogenhandel durchgeführt. Dabei seien mehrere Tonnen Kokain und Marihuana sichergestellt worden und insgesamt 428 Personen, darunter viele Ausländer, festgenommen worden. (TK)