Panama |

Gemeinsam für die Rechte Indigener

Das Treffen der indigenen Völker Mittelamerikas dient der Vorbereitung des Ibero-Amerikanischen Gipfels in diesem Jahr in Guatemala. Foto (Maya-Zeremonie): Adveniat/Achim Pohl
Das Treffen der indigenen Völker Mittelamerikas dient der Vorbereitung des Ibero-Amerikanischen Gipfels in diesem Jahr in Guatemala. Foto (Maya-Zeremonie): Adveniat/Achim Pohl

Am Montag, 11. Dezember 2017, hat in Panama Stadt ein Treffen zwischen zahlreichen Vertretern der indigenen Völker Zentralamerikas begonnen. Ziel dieser insgesamt zweitägigen Zusammenkunft ist es, die Grundlage für die Erarbeitung eines regionalen Aktionsplanes zur Stärkung der Rechte Indigener zu schaffen. Es ist das erste Mal, dass die unterschiedlichen Gemeinden sich auf gemeinsame Ziele einigen. Eine zweite regionale Konferenz wird vom 20. bis 23. Februar 2018 In Peru abgehalten. Dort werden dann die Völker Südamerikas zusammenkommen. Beide Konferenzen werden vom Fond für Entwicklung der Indigenen Völker Lateinamerikas und der Karibik (FILAC) organisiert.

Die Treffen dienen der Vorbereitung des Cumbre Iberoamericana, der im kommenden November in der guatemaltekischen Stadt Antigua stattfinden wird. Dort werden erstmals seit dem 27-jährigen Bestehen des Treffens auch indigene Abgesandte teilnehmen, um ihre Interessen zu vertreten. Die ersten Sondierungsgespräche in Panama werden von der FILAC vor diesem Hintergrund als historisch wichtig bezeichnet. Nun würde sich zeigen, wie demokratisch die lateinamerikanischen Länder tatsächlich seien, gab der Technische Sekretär der FILAc, Alvaro Esteban Pop, gegenüber der Presse an.

Umsetzung der UN-Deklaration

Auf dem Gipfeltreffen 2018 soll noch einmal konkretisiert werden, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die von den Vereinten Nationen 2007 verabschiedete Deklaration über die Rechte Indigener Völker tatsächlich umzusetzen. Bisher gäbe es laut Esteban Pop an dieser Stelle große Diskrepanzen. Die knapp 42 Millionen Indigenen, die in Lateinamerika und der Karibik leben, gelt nach wie vor als stark benachteiligt und marginalisiert. Sie leben überdurchschnittlich häufig in Armut und haben schlechten Zugang zu Bildung, Gesundheit und sanitärer Versorgung. Die UN-Deklaration verbietet Diskriminierung und Marginalisierung ausdrücklich. Darüber hinaus stellt sie das Recht der Gemeinden auf die Erhaltung ihrer Traditionen, Kultur und Institutionen. (aj)