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Gekidnappter Junge frei gelassen

Der Junge wurde in der Region Catatumbo freigelassen. (Symbolfoto: Escher/Adveniat)
Der Junge wurde in der Region Catatumbo freigelassen. (Symbolfoto: Escher/Adveniat)

Der 7-jährige Cristo José Contreras wurde am Dienstag, 09. Oktober 2018, im kolumbianischen Departement Catatumbo frei gelassen. Dies bestätige der Präsident des südamerikanischen Landes Ivan Duque über seinen Twitter-Account. Cristo José wurde vor einer Woche von zwei unbekannten bewaffneten Männern gekidnappt und befand sich knapp sieben Tage in deren Gefangenschaft. Am Dienstag konnten seine Eltern - sein Vater ist der Bürgermeister von El Carmen - ihn in einem guten körperlichen Gesundheitszustand entgegen nehmen.

Der Fall des gekidnappten Kindes hatte in den letzten Tagen ganz Kolumbien bewegt. In zahlreichen Städten gingen die Menschen auf die Straßen, um ihre Solidarität und ihr Mitgefühl mit den Eltern des Jungen auszudrücken. Tausende forderten die Kidnapper bei Märschen und in den sozialen Medien dazu auf, den Jungen freizulassen und verurteilten die Gefangennahme aufs Schärfste. Die Freilassung von Cristo José fand schließlich in den Bergen unter Begleitung des Militärs statt. Er bedankte sich anschließend mit den Worten „Gracias Colombia“ für die Unterstützung aus der Bevölkerung und die Organisation der Übergabe durch die Regierung.

Verantwortlichkeit ungeklärt

Bisher bleibt ungeklärt, wer für die Entführung des Jungen verantwortlich ist. Das Gebiet im Norden Kolumbiens gilt als hart umkämpft zwischen der Guerilla ELN und den dortigen Drogenkartellen. Die ELN hat sich allerdings bereits von der Tat distanziert. Ein weiterer Verdacht fällt auf die dort nach wie vor agierenden ehemaligen Kämpfer der FARC. Trotz des Friedensabkommens und der Entwaffnung eines Großteils der Rebellen, existieren nach wie vor Splittergruppen der ehemals größten Guerilla des Landes. (aj)