Kolumbien |

Geiseln müssen weiter auf Freiheit warten

Bogotá. Die mit Spannung erwartete Freilassung der Geiseln in Kolumbien verzögert sich weiter. Wie der Generalsekretär der kolumbianischen Bischofskonferenz, Weihbischof Juan Vicente Córdoba Villota, dem Radiosender "W" mitteilte, seien die brasilianischen Militär-Piloten, die die beiden langjährigen Farc-Geiseln Pablo Emilio Moncayo und Josué Calvo gemeinsam mit dem Internationalen Roten Kreuz an einem unbekannten Ort entgegennehmen sollten, nach tagelangem Warten zu ihren Heimatbasen zurückgerufen wurden. Allerdings würden die Hubschrauberbesatzungen sofort zurückkehren, sobald es neue Hinweise auf eine Freilassung gebe. Er vertraue nach wie vor darauf, dass die kolumbianische Rebellenorganisation ihren Willen zur Freilassung der seit über zwölf Jahren verschleppten Militärangehörigen beweise.

Am Mittwoch hatte der Apostolische Nuntius in Kolumbien, Aldo Cavalli, die marxistische Farc-Guerilla aufgefordert, alle Geiseln unverzüglich freizulassen: "Ich denke an die Angehörigen der Entführten. Das warten muss schrecklich sein. Niemand hat das Recht, jemand anderem die Freiheit zu nehmen."

Text: tk