Kolumbien |

Geiselfreilassung nun für Mitte März angekündigt

Bogotá. In die Bemühungen um die Freilassung einer langjährigen Geisel der Guerilla-Organisation Farc ist in Kolumbien Bewegung gekommen. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Semana" hat die linksgerichtete Senatorin Piedad Córdoba nun ein konkretes Datum genannt: Pablo Emilio Moncayo, der sich seit über zwölf Jahren in der Gewalt der marxistischen Rebellen befindet, soll zwischen dem 12. und dem 16. März freigelassen werden. Cordoba fungiert seit Jahren als Vermittlerin und verfügt über gute Kontakte zur Farc. Neben Córdoba sollen auch Vertreter der vom Staat authorisierten katholischen Kirche und das Internationale Rote Kreuz den Gefangenen an einem neutralen Ort entgegennehmen.

Die Freilassung der derzeit prominentesten Farc-Geisel wurde bereits seit Jahren mehrfach angekündigt und dann immer wieder verschoben. Die Regierung von Staatspräsident Àlvaro Uribe, Oppositionspolitikerin Piedad Córdoba und die Farc machten sich stets gegenseitig für das Scheitern der humanitären Aktion verantwortlich. Die Farc finanziert ihren Kampf für einen marxistischen Staat vorwiegend aus dem Drogenhandel und mit Entführungen. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen befinden sich derzeit rund 900 Menschen in der Gewalt der Rebellen. Weitere 2000 Menschen sind verschleppt: Für diese Entführungen sind weitere linke Guerilla-Gruppen, rechte Paramilitärs sowie gewöhnliche kriminelle Banden verantwortlich.

Text: tk