El Salvador |

Gedenken an die Ermordung von Bischof Romero

Mit zahlreichen Gedenkfeiern und Aktionen wird in El Salvador an die Ermordung von Bischof Romero heute vor 31 Jahren erinnert. Romero wurde damals von Todesschwadronen mit Unterstützung des Militärs umgebracht.

So wird im Nationalmuseum für Anthropologie David J. Guzmán die Fotoausstellung "Romero, voz y mirada” (Romero, Stimme und Blick) eröffnet. Der Chor des nationalen Sinfonieorchesters wird mehrere Konzerte zu Ehren des Bischofs im Nationaltheater geben. Dort wird zu Ehren von Romero auch das Theaterstück "Un espíritu de luz” (Ein Geist des Lichts) aufgeführt werden, an dem Jongleure, Zirkuskünstler und Feuerakrobaten mitwirken. Auch ein Konzert von Jugendmusikern wird es dort geben. Am 25. März wird zu dem mit einem Fackelzug von der Plaza de las Américas zur Catedral Metropolitana an die Ermordung Romeros gedacht.

„Wer ermordete den Bischof?“

Am vergangen 18. März meldeten sich der Theologe Jon Sobrino und Bischof Mons. Ricardo Urioste gemeinsam mit dem Beitrag "Bischof Romero und die Wahrheit“ auf einer Konferenz zu Wort, in dem Romeros Hinwendung zum Volk besonders herausgestellt wurde.

Der Mord an Romero wird allgemein als Verbrechen gegen die Menschlichkeit angesehen. Die unbequeme Frage nach den Tätern stellte der Schriftsteller Eduardo González Viaña in seinem Text "Wer ermordete den Bischof?". Damit erinnert Viaña daran, dass die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) einen Prozess gegen El Salvador eröffnet hatte und vor mehr als zehn Jahren das Amnestiegesetz des Landes für nichtig erklärt hatte. Die Empfehlung der CIDH wurde bis jetzt von den Regierungen ignoriert.

Positives Echo auf Obama-Besuch am Grab von Romero

Am Abend des 23. März besuchte US-Präsident Obama im Rahmen seiner Lateinamerikareise das Grab des Bischofs. Sowohl der Präsident der Fundación Romero als auch der Erzbischof von San Salvador, Mons. José Luis Escobar Alas, werteten diese Geste als Anerkennung des Wirkens von Romero.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 24. März im vergangenen Jahr zum „Internationalen Tag für das Recht auf Wahrheit über schwere Menschenrechtsverletzungen und die Würde der Opfer“ erklärt. Ebenfalls 2010 hat das Parlament von El Salvador dieses Datum zum „Nationalen Tag des Bischofs Oscar Arnulfo Romero Galdámez“ erklärt. (bh)

Quelle: Adital