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Geberkonferenz für Haiti übertrifft Erwartungen

Haiti kann mit 9,9 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben rechnen. Diese Summe versprachen die Teilnehmer der Gebekonferenz in New York am Mittwoch (31.3.). „Wir haben einen guten Start hingelegt“, sagte Ban Ki Moon UN-Generalsekretär. Insgesamt versprachen 59 Länder und Institutionen sich finanziell am Wiederaufbau zu beteiligen. Die größte Summe will die Interamerikanische Entwicklungsbank mit 2,2 Milliarden Dollar bereitstellen. Venezuela beteiligt sich über einen Zeitraum von zehn Jahren mit 2,12 Milliarden, die USA mit 1,15 Milliarden und die EU mit 1,67 Millarden Dollar. Die erwartete Summe von 3,9 Milliarden Dollar wurde damit weit übertroffen.

Der Präsident Haitis, René Préval, stellte einen Aktionsplan für den Wiederaufbau vor. Der Schwerpunkt soll auf der Erneuerung staatlicher Institutionen und Strukturen. Préval schlug außerdem die Neugründung einer humanitären Einsatztruppe der UNO für den Einsatz nach Naturkatastrophen vor.

Der ehemalige US-Präsident und UN-Botschafter Bill Clinton wird zusammen mit dem haitianischen Ministerpräsidenten Jean-Max Bellerive das Wiederaufbau-Komitee leiten. Auf einer Internetseite der UN sollen der Eingang und die Auszahlungen der Spenden veröffentlicht werden, um Transparenz zu gewährleisten. In der Vergangenheit wurden Geberkonferenzen kritisiert, da Länder ihre Zusagen für Spenden nicht einhielten. Der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Wolfgang Jamann, zeigte sich am Donnerstag mit dem Ergebnis der Konferenz zufrieden: „Die internationale Gemeinschaft hat ein starkes Signal gesetzt, Haiti langfristig zu unterstützen“.