Brasilien |

FUNAI-Mitarbeiter von Drogenbande bedroht

Mitarbeiter der staatlichen Indigenenbehörde FUNAI sind im westlichen Amazonasgebiet von einer bewaffneten Drogenbande bedroht worden. Im Bundesstaat Acre, der an der Grenze zu Peru liegt, zerstörten die Banditen dabei einen Posten der Behörde. Zum Schutz der FUNAI-Mitarbeiter wurden Polizisten in die Region geschickt.

Am 24. Juli überfielen mit Gewehren bewaffnete Banditen einen Posten der FUNAI, von dem aus seit 1987 die in der Grenzregion zu Peru lebenden isolierten indigenen Völker beobachtet werden. Die Mitarbeiter konnten sich rechtzeitig in den dichten Wald retten. Ihre Basis wurde jedoch teilweise zerstört und von den Banditen besetzt. Am Freitag vertrieben Soldaten und Polizisten die Drogenhändler, wobei ein wegen Drogenhandels gesuchter portugiesischer Staatsbürger festgenommen wurde.

Zum Schutz des FUNAI-Postens wurde dort ein Kontingent Polizisten stationiert. Der Präsident der FUNAI, Marcio Meira, verhandelt derzeit mit dem Verteidigungsministerium über eine Verschärfung der Grenzüberwachung durch das brasilianische Militär. Die Grenzregion, die aus gut 630,000 Hektar geschlossenen Regenwaldes besteht, wird regelmäßig von illegalen Holzhändlern und Drogenbanden heimgesucht. Durch den Wald sollen wichtige Transportrouten der Drogenhändler verlaufen. (tm)