Haiti |

Für ein grünes Haiti

Der Kleinbauernverband „Bewegung der Landwirte von Papaye“ (MPP) hat angekündigt, ab kommenden Freitag eine Serie von Aktionen zum Umweltschutz und gegen das transnationale Unternehmen Monsanto zu starten. „Die Präsenz von Monsanto in Haiti, die dem Landwirtschaftsministerium ein vergiftetes Geschenk gemacht hat, gibt uns Anlass, unsere Kampagne auszuweiten. Wir werden auch gegen den Anbau der Pflanze Jatropha in fruchtbare Erde protestieren, die zur Produktion von Biotreibstoffen genutzt wird,“ so der in Hinche - rund 120 Kilometer nord-östlich von der Hauptstadt - ansässige Verband.

Schon Mitte Mai hatte Chavannes Jean-Baptiste, Leiter der MPP, die Spende von 475 Tonnen Hybridsaatgut durch den US-Konzern Monsanto dals „weiteres Erdbeben“ bezeichnet. Das Saatgut sei hochgradig mit Pestiziden belastet, so der Bauernführer.

Anlässlich des Internationalen Umwelttags und zum Start der MPP-Kampagne werden die Kleinbauern kreolischen Mais säen und nachhaltige Setzlinge pflanzen. Danach ist ein gemeinsamer Marsch und eine Kundgebung in Hinche geplant.

Die „Landwirte von Papaya“ werden von der internationalen Bewegung „Via Campesina“ unterstützt sowie von sozialen Bewegungen aus den USA.

Quelle: Alterpresse