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Für den 6-Stunden-Arbeitstag

In Lateinamerika nutzen die Gewerkschaften den 1. Mai, um für ganz unterschiedliche Anliegen zu demonstrieren. In Brasilien und Venezuela wird die Forderung nach einem 6-Stunden-Arbeitstag bei gleichem Lohn erhoben. Um eine Verkürzung des Arbeitstages ging es auch bei der 1. Mai-Demonstration 1886 in Chicago, die sich zum 125. Mal jährt. 80.000 Arbeiter waren seinerzeit auf die Straße gegangen. Der folgende Generalstreik führte zu Entlassungen, Verhaftungen und Toten.

Fokus auf Arbeitssicherheit

Ein Kommuniqué venezolanischer Organisationen macht darauf aufmerksam, dass in jeder Sekunde weltweit 205 Arbeitsfälle passieren, die vier Arbeiter das Leben kosten. In Chile richtet der Gewerkschaftsverband CUT seine Kritik gegen die konservative Regierung von Präsident Sebastián Piñera. Diese habe für keinerlei Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Arbeitssicherheit im Land gesorgt.

Auch in Peru setzt der größte Gewerkschaftsverband CGTP zum 1. Mai den Akzent auf das Thema Arbeitssicherheit, ebenso wie auf die Gesundheit am Arbeitsplatz. In Kuba soll das Volk den Beschlüssen des VI. Parteitages der Kommunistischen Partei seine Unterstützung erweisen und die Revolution sowie Fidel und Raúl Castro hochleben lassen. (bs)

Quelle: Adital