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Friedenspreis für argentinische Menschenrechtlerin

Der Internationale Bremer Friedenspreis geht in diesem Jahr an die argentinische Menschenrechtlerin Natalia Sarapura. Die Indigene wird als "unbekannte Friedensarbeiterin" geehrt. Seit 18 Jahren kämpft Sarapura für die Rechte der Kolla, einem indigenen Volk im Nordwesten Argentiniens. Sie widersetze sich gemeinsam mit ihren Mitstreitern dem staatlich forcierten Verkauf angestammter Landflächen an Großgrundbesitzer und internationale Bergbaukonzerne. Im Mittelpunkt ihres einzigartigen Entwicklungskonzepts stehen Landerwerb, Ausbildung und bessere Lebensbedingungen.

Der zum sechsten Mal ausgelobte Preis ehrt Menschen und Organisationen, die sich vorbildlich für Versöhnung, Menschenrechte, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Schirmherrin ist Bremens Bürgermeisterin Karoline Linnert (Grüne). Die mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 29. November im Bremer Rathaus verliehen, wie die Stadt am Donnerstag bekanntgab.

Weitere Preisträger

Als "beispielhafte Initiative" gegen Sklavenarbeit werde die pakistanische "Insan Dost Association" ausgezeichnet. Sklaverei sei in Pakistan zwar verboten, doch Millionen Erwachsene und auch Kinder arbeiteten in der Landwirtschaft, der Fischerei, der Müllsortierung, in Steinbrechereien und Ziegeleien unter menschenunwürdigen Bedingungen. Die Initiative kläre die Betroffenen über ihre Rechte auf und ermutige sie, Gewerkschaften zu gründen, hieß es zur Preisbegründung.

Andreas Graf von Bernstorff und Anna Gräfin von Bernstorff erhalten den "Preis für öffentliches Wirken". Seit 35 Jahren leiste das Ehepaar Widerstand gegen Castortransporte und Atompolitik, so die Initiatoren des Preises. Sie hätten auf den Verkauf ihres Anteils am Salzstock Gorleben, einem Drittel des Areals, und damit auf seinerzeit 30 Millionen Mark verzichtet.

Quelle: KNA

 

Eine genauere Beschreibung der Arbeit von Natalia Sarapura und weitere Informationen zum Internationalen Bremer Friedenspreis finden Sie hier.