Argentinien |

Friedensnobelpreisträger unterstützt Hungerstreik

Der argentinische Friedensnobelpreisträger und Adveniat-Projektpartner Adolfo Pérez Esquivel ­unterstützt seit Mitte Januar gemeinsam mit dem Priester Jesús Olmedo den Hungerstreik von 400 Menschen aus dem Hochland der nordargentinischen Provinz ­Jujuy. Mit dem Streik in Argentiniens ­Badeparadies Mar de Plata wollen sie für bessere Lebensbedingungen in der armutsgeprägten Region im Nordwesten Argentiniens kämpfen. »Mehr als um einen Streik handelt es sich dabei vor allem um einen verzweifelten Schrei nach Lebensmitteln, Arbeit, Gesundheitsvor­sorge, Unterkünften und Ausbildung.« Die Organisatoren appellierten an die Solidarität ganz Argentiniens mit der armen und ver­nachlässigten Bevölkerung des andinen Hochlands im Grenzgebiet zu Bolivien. Mehr als 70 Prozent der Menschen – überwiegend indianischer Abstammung – litten dort an Unterernährung. »Es ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, dass in einem so reichen Land wie Argentinien so viele Menschen an Hunger leiden und sogar sterben«, sagte der Bruder des Bischofs der betroffenen Prälatur Humahuaca, Padre Jesús Olmedo.