Kolumbien, Venezuela |

Freihandelsabkommen unterzeichnet

Der Präsident Venezuelas Hugo Chaves und das kolumbianische Staatsoberhaupt Juan Manuel Santos haben gestern in Caracas ein partielles Handelsabkommen unterzeichnet. Der bilaterale Vertrag umfasst insgesamt 3.500 Güter insbesondere im Bereich der Industrie. „ Ich freue mich sehr über das Zustandekommen dieses Abkommens“, sagte Chavez gestern nach der Unterzeichnung, „ es wird sowohl dem venezolanischen als auch dem kolumbianischen Volk viel Gutes tun“.

Das Freihandelsabkommen zwischen den beiden südamerikanischen Ländern ersetzt den rechtlichen Rahmen, der zuvor durch die Mitgliedschaft beider Staaten in der Andengemeinschaft gegeben war. Venezuela schied im April dieses Jahres offiziell aus dem Wirtschaftsbündnis aus, dem weiterhin Kolumbien, Peru, Ecuador und Bolivien angehören. Zusätzlich solle dieser erste Vertrag Zündstoff für weitere Abkommen zwischen Venezuela und Kolumbien liefern, erläuterte Santos die Bedeutung des Freihandelsabkommens.

Beide Regierungschefs betonten außerdem wie wichtig der Schritt in Bezug auf die politischen Beziehung der Nachbarländer sei. Hugo Chavez hatte im vergangenen Juli die diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien vollständig abgebrochen, nachdem der damalige kolumbianische Präsident Álvaro Uribe ihm vorwarf, die Guerilla FARC zu unterstützen. Sogar ein Krieg zwischen den beiden Ländern schien möglich. Kurz nach dem Amtsantritt von Santos beendeten die beiden Staatschefs die Eiszeit. Nach Aussagen des kolumbianischen Präsidenten sei das Freihandelsabkommen ein weiterer Schritt zur Stärkung der Beziehungen. (aj)

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