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Fossile Subventionen zu hoch, klimaschädlich und ungerecht

Ölsee an einem Bohrloch in der Nähe von Lago Agrio, Ecuador (Symbolfoto: Steffen/Adveniat)
Ölsee an einem Bohrloch in der Nähe von Lago Agrio, Ecuador (Symbolfoto: Steffen/Adveniat)

Die Subventionen für fossile Energien aus öffentlichen Mitteln sind Experten zufolge in Lateinamerika deutlich zu hoch, schaden dem Klima und sind dazu noch sozial ungerecht verteilt. Im Durchschnitt fließen aktuell 6,4 Prozent der Steuereinnahmen in der Region Lateinamerika und Karibik in die Unterstützung für fossile Brennstoffe wie Gas, Öl, Benzin und Diesel, berichtet die Tageszeitung „El País“ am Dienstag, dem 23. Oktober 2018. Laut einer Studie der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IEB) liegen die Subventionen für die klimaschädlichen Brennstoffe damit fast auf der Höhe der Staatsausgaben für Gesundheit und Bildung zusammen, die mit 8,7 Prozent der Haushaltsausgaben beziffert werden.

Neben der Klimaschädlichkeit der Subventionen sind die Mittel auch sozial ungerecht verteilt. So würden in Lateinamerika im Schnitt bei jedem Dollar Staatsgeld für niedrige Benzinpreise 50 Cent an die reichsten 20 Prozent der Bevölkerung gehen, bemängeln die Autoren der Studie. Dieses nachteilige Muster wurde auch bei anderen Energiesubventionen gemessen. 38 Prozent aller Energiehilfen in der Region stützen den Benzinpreis, bei Diesel sind es 28 Prozent, bei Gas 22 Prozent. (bb)