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Flüchtlingsorganisation: Behörden müssen weitere Gewaltausbrüche gegen Haitianer verhindern

Der Verein zur Unterstützung von Umsiedlern und Flüchtlingen (GARR) hat sich besorgt über die wiederholte und zunehmende Gewalt gegenüber haitianischen Migranten in der Dominikanischen Republik geäußert und eine härtere Strafverfolgung der Gewalttäter gefordert. Am 20. Oktober 2009 waren in Boca de Cachón mindestens drei Haitianer von einer bewaffneten Gruppe angegriffen, enthauptet und verbrannt worden. „Dies ist eine verabscheuungswürdige, nicht hinnehmbare Tat, die sich nicht wiederholen darf“, so eine Vertreterin des Vereins.

Es sei zu begrüßen, dass die Regierungen beider Länder diese abscheuliche Tat verurteilten. Sie müssten nun aber auch mit allen Mitteln weitere Gewaltausbrüche gegen Haitianer verhindern und einem von Hass und Stimmungsmache gegen Haitianern geprägten Klima entgegenwirken. Der GARR verurteilte scharf die in dominikanischen Medien erschienenen Beiträge, die die Präsenz von Haitianern in dem Land für jedes Übel schuldig machten und die Migranten als „Krebsgeschwür“ bezeichneten. Der Menschenrechtsverein rief zudem die beiden benachbarten Regierungen dazu auf, eine binationale Kommission wieder aufleben zu lassen, in der offen über die Schwierigkeiten gesprochen und gemeinsame Strategien zu deren Überwindung entwickelt werden könnte.

Text: vh