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Fischsterben sorgt für Entsetzen

Über 5000 tote Fische wurden in Paraguay entdeckt. (Symbolfoto) Foto: Adveniat/Escher
Über 5000 tote Fische wurden in Paraguay entdeckt. (Symbolfoto) Foto: Adveniat/Escher

Ein mysteriöses Fischsterben in einem Fluss in Paraguay versetzt Behörden wie Anwohner in Unruhe. Wie lokale Medien berichten, handelt es sich bei dem betroffenen Fluss um den rund 150 Kilometer langen „Rio Confuso“ im Departament „Presidente Hayes“, der nicht schiffbar ist und in den „Rio Paraguay“ mündet.

Nach Angaben der Umweltbehörde SEAM trieben in den letzten Tagen in der Nähe der Provinzhauptstadt Villa Hayes mehr als 5.000 tote Fische in dem Gewässer. Bei den toten Tieren handelt es sich überwiegend um Pseudoplatystoma, eine Gattung südamerikanischer Welsarten, die in der Region typisch ist. Dario Mandelburguer, Direktor von SEAM, erklärte gegenüber Medienvertretern, als Ursache für das Fischsterben sei von Sauerstoffmangel auszugehen.

Benachbarte Fabriken im Fokus

Die Behörden entnahmen Wasserproben, um die Ursache für das Fischsterben zu ergründen. Lokale Medien spekulieren, dass illegale Abwasser- und Mülleinleitungen für die Umweltkatastrophe verantwortlich sein könnten. In der Nähe des Flusses sind Fabriken aus der Gerbstoff-Industrie, Geflügelfabriken sowie Tiernahrungshersteller angesiedelt. Sollten sich die Verdachtsmomente bestätigen, drohen den Unternehmen hohe Bußgelder. Ein Sprecher der Regionalregierung sagte der Zeitung ABC am 17. Oktober 2017, dass bis Ende der Woche mit ersten Ergebnissen der Untersuchungen zu rechnen sei. Insgesamt wurden sechs Wasserproben aus dem Flussbett entnommen und an das Institut INTN geschickt. (TK)

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