Kolumbien |

FARC-Kommandant ergibt sich

Lokalen Medienberichten zufolge hat sich in Kolumbien ein wichtiger FARC-Kommandant ergeben. „El Negro Thomas“ habe Ende vergangener Woche seine Waffen in der Stadt Ituango niedergelegt. Maturana Largacha, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, war Kommandant der 18. Front der FARC in den Departments Antioquia, Cordoba und dem Süden von Bolivar. Er gilt als einer der wichtigen ideologischen Führer der Guerilla.

Der Guerillero soll in der Vergangenheit gemeinsam mit anderen Rebellen die Kokain-Schmuggelroute nach Mittelamerika gesichert haben. Weiterhin sei er verantwortlich für mehrere Massaker und Vertreibungen, hieß es in einer Mitteilung des kolumbianischen Militärs. Angeblich sei „ El Negro Thomas“, kurz bevor er sich ergeben hat, als Unterhändler zu den Friedensverhandlungen zwischen der FARC und der kolumbianischen Regierung bestellt worden.

Friedensgespräche weiterhin ohne Durchbruch

Die jüngste Runde der Friedensverhandlungen, die im Oktober 2012 begonnen haben, brachte zum wiederholten Mal kein nennenswertes Ergebnis zu Tage. Seit dem sich die FARC und die Regierung Kolumbiens Ende Mai auf eine Landreform einigen konnten, verhandeln die Parteien weiterhin über Punkt zwei auf der Agenda - die zukünftige politische Partizipation der Rebellen. Beide Seiten verharren dabei auf ihren Standpunkten. Eine der großen Konfliktfragen ist die im März 2014 anstehende Präsidentschaftswahl. Der amtierende Präsident Juan Manuel Santos möchte die Verhandlungen bis dahin unbedingt beendet haben. Die FARC hingegen will den Urnengang verschieben, um so die Verhandlungen ohne Druck zu Ende bringen zu können. (aj)