Kolumbien |

FARC-Guerilla befehligt Ende von Militärausbildung

Der oberste Befehlshaber der linksgerichteten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) hat das Ende der militärischen Ausbildung und Trainings seiner ihm unterstellten Einheiten befehligt. "@JuanManSantos, ich habe den Strukturen von FARC-EP befohlen, das militärische Training einzustellen und sich der kulturellen und politischen Bildung zu widmen", teilte Rodrigo Londoño Echeverry, alias "Timochenko" am Donnerstag, 1. Oktober 2015, über den sozialen Nachrichtendienst Twitter mit.

Die Nachricht des Guerilla-Führers an den Präsidenten von Kolumbien, Juan Manuel Santos, nahm dieser positiv auf. Gegenüber Journalisten in New York nannte das Staatsoberhaupt die Ankündigung "einen willkommenen Schritt, ein Beweis dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und darum müssen wir das zweiseitige Waffenstillstandsabkommen so schnell wir möglich verhandeln", berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

Bei einem als historisch bewerteten Treffen in der kubanischen Hauptstadt Havanna hatten Londoño und Santos zuvor die Bildung eine Übergangsjustiz vereinbart. Ex-Guerilleros und Militärs der Staatsarmee sollen bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen Gefängnisstrafen zwischen fünf und acht Jahren verbüßen. Auch wurde versprochen, das Verhandlungstempo beizubehalten und in sechs Monaten einen Friedensvertrag abzuschließen, so Reuters. (bb)