Bolivien |

Extreme Armut geht zurück

Knapp 33 Prozent der Bolivianer leben in extremer Armut. Dies ist ein Rückgang von acht Prozentpunkten seit 1996, wie aus einem gemeinsamen Bericht der Vereinten Nationen und der bolivianischen Regierung hervorgeht. Der lateinamerikanische Durchschnitt bei den extrem Armen beträgt 12,6 Prozent.

UN-Vertreterin Yoriko Yasukawa begrüßte die sozialen Fortschritte in dem Andenland. Allerdings seien sie "ungenügend" im Vergleich mit anderen Staaten des Kontinents, sagte sie bei der Vorstellung der Studie am Donnerstag. Positive Entwicklungen verzeichnete Yasukawa beim Zugang zu Bildung und Gesundheit. Der Analphabetismus sei gesunken, die Bedingungen für alte Menschen hätten sich verbessert.

Besorgt zeigte sich die UN-Vertreterin über die Rate der Kindersterblichkeit. Diese sei zwar in den vergangenen beiden Jahrzehnten gesunken, liege aber auf dem zweithöchsten Stand in Lateinamerika. Laut dem Bericht sterben in Bolivien jährlich 50 von 1.000 lebend geborenen Kindern im Säuglingsalter. 20,3 Prozent der Kinder unter drei Jahren leiden an chronischer Unterernährung.

Quelle: kna