El Salvador |

Ex-Präsident wird Nicaraguaner

 

Auch eine Möglichkeit, der Strafverfolgung in seiner Heimat zu entgehen: einfach die Staatsbürgerschaft wechseln. Mauricio Funes, früherer Präsident von El Salvador, macht es vor.

Bezeichnet sich als Opfer eines Rachefeldzuges politischer Gegner: Mauricio Funes. (Foto: Reuters/J. Cabezas)

Von 2009 bis 2014 war Mauricio Funes Staatschef von El Salvador, nach seiner Amtszeit wurde er 2016 angeklagt. Doch er erschien damals nicht vor Gericht, sondern setzte sich nach Nicaragua ab. Dort gewährte ihm Präsident Daniel Ortega politisches Asyl. Nun wurde bekannt: Funes hat inzwischen auch die Staatsbürgerschaft von Nicaragua angenommen. Das wurde im offiziellen Amtsblatt des zentralamerikanischen Staates verkündet.

Funes' Auslieferung vom Tisch

Damit könne er laut Verfassung nicht ausgeliefert werden, twitterte der 59-Jährige mit Blick auf Bemühungen von El Salvadors neuem Präsidenten Nayib Bukele. Funes werden in El Salvador unter anderem Unterschlagung, Korruption und Geldwäsche vorgeworfen. Es geht um mehrere hundert Millionen Dollar. Funes selbst weist alle Anschuldigungen von sich. Gemeinsam mit dem früheren Präsidenten wurden auch seine Ehefrau und zwei Söhne in Nicaragua eingebürgert.

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