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Ex-Präsident Lugo kandidiert nicht bei Präsidentschaftswahl

Der vergangenen Juni in einem umstrittenen Schnellverfahren abgesetzte Ex-Präsident Fernando Lugo wird bei den kommenden Präsidentschaftswahlen im April 2013 nicht kandidieren. Dies erklärte Lugo am Montag dieser Woche in einem Exklusiv-Interview gegenüber der Nachrichtenagentur TeleSur.

Mit seiner Stellungnahme wolle er den Spekulationen der letzten Wochen über eine mögliche erneute Kandidatur entgegentreten. Der Ex-Präsident führt die Bewegung linksgerichtete Frente Guasú (FG) an und erklärte, er werde seine Anstrengungen darauf konzentrieren, die Bewegung zu stärken, in der sich mehrere Organisationen der paraguayischen Linken zusammengeschlossen haben.

„Zuerst das politische Projekt definieren“

Man arbeite an einem Regierungsprogramm, dass während des Wahlkampfes der Bevölkerung vorgestellt werden solle. „Es stimmt. Viele bitten darum, das Thema der Kandidatur zu klären. Aber der größte Teil, die Mehrheit, forderte, zuvor das politische Projekt zu definieren", zitiert die argentinische Zeitung "Pagina 12“ den ehemaligen Präsidenten, der von 2005 bis 2008 katholischer Bischof von San Pedro gewesen war. Im Falle eines Wahlsieges der FG sei noch unklar, ob der 61-jährige Lugo überhaupt ein Amt in der Regierung übernehmen würde.

Der Wahlkampf für die am 21. April 2013 stattfindenden Präsidentschaftswahlen hat offiziell am Dienstag dieser Woche begonnen. Gegenwärtig sind der Ex-Senator Sixto Pereira, der Publizist Mario Ferreiro sowie Fernando Camacho als Kandidaten der FG im Rennen. Laut Wahlgesetz müssen die Kandidaten zwischen Dezember und Januar festgelegt werden. (bh)