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Ex-Farc-Kommandanten kündigen Wiederaufnahme des bewaffneten Kampfes an

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Graffiti der Farc-Guerilla in der Region Catatumbo, Kolumbien. Foto: Adveniat/Jürgen Escher

Zwei prominente ehemalige Guerilla-Kommandanten haben nach einem Bericht der Tageszeitung „El Tiempo“ in Kolumbien die Rückkehr zum bewaffneten Kampf angekündigt. In einem Video erklärten Ivan Marquez und Jesus Santrich, dass sie eine "neue Etappe des bewaffneten Kampfes" einläuten werden. Das Video wurde auf einer Website veröffentlicht, das offenbar als neuer offizieller Kanal der Gruppe gilt. Der bewaffnete Kampf sei die Antwort auf den Verrat des Friedensprozesses durch den Staat, erklärten die Rebellen. In dem Video zeigt sich eine Gruppe von rund 20 Männern in Kampfuniformen und mit Symbolen der Farc.

Im September 2016 hatte die Regierung des damaligen Präsidenten Juan Manuel Santos ein Friedensabkommen mit der Rebellenorganisation Farc geschlossen. Es beendete den mehr als 50 Jahre andauernden Bürgerkrieg. Für seinen Einsatz im Friedensprozess erhielt Santos Ende 2016 den Friedensnobelpreis. Die entwaffnete Farc sitzt inzwischen als politische Partei im Parlament.

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