Haiti |

EU und UN fordern langfristige Unterstützung

Vor der internationalen Geberkonferenz für Haiti am Mittwoch in New York haben EU, UN und zahlreiche Hilfsorganisationen eine nachhaltige Unterstützung des Landes gefordert. Nach dem schweren Erdbeben im Januar sei Haiti auf langfristige Hilfsmaßnahmen angewiesen.

Wie die EU am Dienstag in Brüssel ankündigte, stellen die EU-Kommission und die EU-Mitgliedsstaaten 1,2 Milliarden Euro für den Wiederaufbau und den Entwicklungsprozess Haitis bereit. Insgesamt würden in den kommenden zwei Jahren rund 3,8 Milliarden Euro für den Aufbau benötigt, hieß es. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton betonte, Haiti sei auf die langfristige Hilfe seiner Entwicklungspartner angewiesen. Daher wolle sie sich bei der Geberkonferenz für einen Zehn-Jahres-Wirtschaftsplan einsetzen, der es den Haitianern ermögliche, gestärkt aus der Tragödie hervorzugehen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon betonte, Haiti brauche keinen Wiederaufbau, sondern einen Neuaufbau. In den kommenden 18 Monaten werde eine Übergangskommission für den Wiederaufbau Haitis rund vier Milliarden US-Dollar für unterschiedliche Projekte und Programme zur Verfügung stellen. Ein UN-Sprecher warnte davor, beim Wiederaufbau Haitis die Rechte der haitianischen Bürger außer Acht zu lassen. Die internationale Gemeinschaft müsse den Zugang der Haitianer zu sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen sowie zivilen und politischen Rechten sicherstellen.

Quelle: kna