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Essen: Bäcker Peter spendet 100-Meter-Stuten für Adveniat

Konditormeister Ralf Schmidt, Klaus Peter, Alexander Peter, Bürgermeister Rolf Fliß und Stephan Jentgens, stellvertretender Geschäftsführer von Adveniat
Konditormeister Ralf Schmidt, Klaus Peter, Alexander Peter, Bürgermeister Rolf Fliß und Stephan Jentgens, stellvertretender Geschäftsführer von Adveniat

Hunderte Essener haben am Rekord teilgenommen. Eine Stutenparade aus 730 Backstücken auf einer Länge von 100 Metern quer über den Kardinal-Hengsbach-Platz das hatte Essen noch nicht gesehen. Mit dieser spektakulären Brotbackaktion zugunsten von Adveniat wollte der Essener Bäcker Peter dem alljährlichen Verkauf im Adveniat-Brotbackhaus noch die Krone aufsetzen ein 100 Meter langer Stuten war auch für die Bäckerfamilie in dritter Generation ein beeindruckendes Ergebnis. Auf die Idee kam Juniorbäcker Alexander Peter, der das Rezept für den Stuten dem Kochbuch seines Großvaters entlockte.

„Für uns sind solche Aktionen mit Adveniat immer wieder eine Herzensangelegenheit“, sagte Bäcker Klaus Peter am 19. Dezember bei der Eröffnung der längsten Stutentafel von Essen. Peter, der die Armut in Lateinamerika von eigenen Reisen nach Brasilien kennt, ist überzeugt davon, dass die Spenden für Adveniat dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Für nur 2,50 Euro konnten die Essener nicht nur etwas Gutes für den Magen tun, sondern vor allem für die Jugend in Argentinien. „Die Spenden sind für ein Projekt in Buenos Aires bestimmt, das jungen Menschen dabei hilft in ihren aussichtslosen Lebenssituationen Zukunftsvorstellungen zu entwickeln“, berichtete der stellvertretende Adveniat-Geschäftsführer Stephan Jentgens.

Auch Bürgermeister Rolf Fliß war sichtlich beeindruckt von dem schier endlosen Backwerk und dem gemeinschaftlichen Engagement: „Es ist schön, dass sich hier einmal mehr Menschen treffen, die gute Ideen haben, um sich gemeinsam für Andere zu engagieren“. Mitten in Essen auf dem Kardinal-Hengsbach-Platz gelinge es mit Bäcker Peter und Adveniat zusammen eine Brücke zu schlagen von Essen nach Lateinamerika. „Und dabei regen die zwei Initiatoren noch viele andere Menschen an, sich zu engagieren“, sagte der Bürgermeister. Tatsächlich ließen sich die Essener anstecken und kauften in nur drei Stunden 700 Stuten für den guten Zweck. (ml)