Bolivien |

Erzbistum und Regierung gemeinsam in der Präventionsarbeit

Das Erzbistum von Cochabamba und das Sozialministerium Boliviens haben sich auf eine Kooperation zur Drogenprävention verständigt. Wie die Tageszeitung "Los Tiempos" berichtet, unterzeichneten der Delegierte der Caritas Cochabamba, Alfredo Rizzi und Vizeminister Felipe Ladislao Cáceres García eine entsprechende Vereinbarung.

Schwerpunkt soll die Präventionsarbeit bei Suchtkrankheiten sowie die therapeutische Hilfe für Abhängige sein. Die Kirche verspüre die Verpflichtung nicht nur Personen in Risikosituationen, sondern auch jungen Menschen die am Anfang ihrer Persönlichkeitsentwicklung stehen zu helfen. All jenen die drohen in der Misere einer Drogenabhängigkeit zu versinken, solle ein Ausweg angeboten werden, erklärte der Erzbischof von Cochabamba Tito Solari. „Wir möchten einen Weg der Hoffnung aufzeigen“, so Erzbischof Solari weiter. „Unsere Absicht ist sowohl Angebot als auch die Nachfrage zu bremsen", sagte Vizeminister Cáceres nach Angaben der Tageszeitung "Opinion" mit Blick auf das staatliche Programm zur Bekämpfung der Drogenkriminalität. Die angebotenen Therapien hätten das Ziel, all jenen Menschen eine Orientierung zu geben, die Probleme mit dem Konsum von Alkohol und Drogen haben, unterstrich derweil ein Sprecher des Ministeriums.

Das Programm ist zunächst einmal auf drei Jahre angelegt. Ein zentraler Inhalt ist die Aufklärungsarbeit in Bildungseinrichtungen. In einer katholischen Schule in Punata im Departament Cochabama fällt der Startschuss für ein erstes Pilotprojekt. (TK)