Kolumbien |

Erzbischof fordert Ausrufung des Ausnahmezustands

Der Erzbischof von Cali fordert angesichts der anhaltenden Gewalt im kolumbianischen Bundesstaat Valle de Cauca die Ausrufung des Ausnahmezustands. Die Situation erfordere das sofortige Eingreifen der Behörden, sagte der Erzbischof der Provinzhauptstadt, Dario de Jesus Monsalve Mejia, dem Radiosender RCN am Montag, 11. November (Ortszeit). Die täglichen Morde, Verstümmelungen und das Verschwinden von Menschen seien unerträglich.

"Die Erzdiözese hat sich an die Vereinten Nationen gewandt und sich mit allen möglichen Behörden getroffen - und ist beim kolumbianischen Staat dennoch auf taube Ohren gestoßen", sagte Monsalve und bekräftigte seine Forderung nach einem Verbot des Tragens von Schusswaffen.

Am vergangenen Freitag hatten unbekannte Täter in einer Diskothek in Cali das Feuer auf die Gäste eröffnet. Acht Menschen starben, mehrere Personen wurden verletzt. Hintergrund sind nach Behördenangaben Auseinandersetzungen rivalisierender Drogengangs. Ein Verdächtiger wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

Die Hauptstadt des Bundesstaates Valle de Cauca im Südwesten Kolumbiens zählt zu den gefährlichsten Städten des Landes. Nach Polizeiangaben fallen jährlich mehr als 1.800 Personen Gewalt zum Opfer.

Quelle: KNA