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Erwin Kräutler wird der Ehrendoktortitel verliehen

Bischof Erwin Kräutler, Prälat der Diözese Xingu, erhält die Ehrendoktorwürde der Universidade Federal do Pará (UFPA) in Belém. Das zuständige Gremium beschloss einstimmig, den jahrzehntelangen Einsatz des Trägers des Alternativen Nobelpreises 2010 für die Menschenrechte und die indigenen Völker des Amazonasgebietes zu würdigen. In der Begründung der Universität heißt es, Erwin Kräutler habe für die brasilianische Gesellschaft eine Arbeit von außerordentlichem Wert geleistet. Der Geehrte habe in Brasilien und im Ausland bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten - viele davon in seinem Geburtsland österreich, das er 1965 kurz nach seiner Priesterweihe in Salzburg Richtung Brasilien verließ.

Kämpfer für Aufnahme indigener Rechte in Brasiliens Verfassung

Seit 1981 steht Kräutler mit Xingu dem weltweit größten Kirchengebiet vor. Seinem Einsatz ist es mit zu verdanken, dass Brasiliens demokratische Verfassung aus dem Jahr 1988 die Rechte der indigenen Völker schützt. Seit Anfang des Jahrtausends beteiligt Erwin Kräutler sich an führender Stelle am Kampf gegen das umstrittene Staudammprojekt Belo Monte. Der Termin der Verleihung der Ehrendoktorwürde an „Dom Erwin“ ist noch nicht bekannt. (bs)