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Erstmals indigene Frau für einen "Oscar" als beste Hauptdarstellerin nominiert

Am Dienstag, dem 22. Januar 2019, hat die „ Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ die diesjährigen Oscarnominierungen bekanntgegeben. Gemeinsam mit dem Historiendrama „The Favourite“ hat das mexikanische Drama „Roma“ die meisten Nominierungen erhalten, insgesamt zehn. Zudem ist Yalitza Aparicio die erste indigene Frau, die eine Oscarnominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ erhalten hat. Sie ist die Hauptdarstellerin des Films „Roma“.

Die Mexikanerin Yalitza Aparicio ist zudem die erste Latina, die seit 14 Jahren in dieser Kategorie nominiert wurde. „Ich musste das Stereotyp aufbrechen, dass, weil wir Indigene sind, bestimmte Dinge nicht tun können, aufgrund unserer Hautfarbe“, sagte sie der US-Zeitung New York Times. Der Film „Roma“ wurde unter anderem in den Kategorien „Bester Film“ und „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert. Ebenso konnte sich der mexikanische Regisseur Alfonso Cuarón über eine weitere Oscarnominierung in der Kategorie „Beste Regie“ freuen. Diesen Preis erhielt er bereits 2014 für das Weltall-Drama „Gravity“. Die Regie-Kategorie ist in den letzten Jahren fest in mexikanischer Hand. In den letzten fünf Jahren gewann jeweils ein Mexikaner - Alejandro G. Iñárritu 2015 und 2016; Guillermo del Toro im letzten Jahr. Auch dieses Jahr ist Cuarón der Favorit für den Preis. 

„Roma“ ist eine Netflix-Produktion. Der Film handelt von einer Familie und deren Haushälterin in Mexiko-Stadt in den früher 1970er Jahren. Bei den Buchmachern ist der Film hoher Favorit auf den Sieg. (aw)
 

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