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Erste afrikanische Kunst-Galerie in Belo Horizonte eröffnet

In Belo Horizonte, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Minas Gerais, ist die erste Galerie für afrikanische Kunst eröffnet worden. Sie soll den Einfluss afrikanischer Traditionen auf die brasilianische Kultur deutlich machen. Initiator war das "Instituto de Arte e Cultura Yorubá". Der Titel der ersten Ausstellung lautet "Eine Geschichte der Schwesternationen", zu sehen sind 74 afrikanische Kunstwerke. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt: vor einem Jahr schlossen Belo Horizonte und Nigerias größte Stadt, die 10-Millionen-Metropole Lagos, eine Städtepartnerschaft. Eröffnet wurde die Kunstausstellung vom Botschafter Nigerias in Brasilien, Vincent Okoedion.

Kultureller Austausch zwischen Afrika und Brasilien

Das “Instituto de Arte e Cultura Yorubá“ macht sich die Würdigung der westafrikanischen Yoruba-Traditionen zur Aufgabe. Zudem soll herausgearbeitet werden, wie diese zur Herausbildung der kulturellen Identität Brasiliens beigetragen haben. Die rund tausend Jahre alte Yoruba-Kultur hat ihren Ursprung im heutigen Nigeria. Das Institut führt in einem speziellen Programm afrikanische und brasilianische Künstler zusammen, um die jeweiligen Kenntnisse miteinander zu teilen. (bs)

Quelle: Agencia Pulsar