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Erneut Umweltaktivist in Honduras ermordet

Honduranische Umweltaktivisten werden immer häufiger bedroht, jetzt gibt es erneut ein Todesopfer. Foto: Adveniat/Achim Pohl
Honduranische Umweltaktivisten werden immer häufiger bedroht, jetzt gibt es erneut ein Todesopfer. Foto: Adveniat/Achim Pohl

In Honduras ist erneut ein Umweltaktivist ermordet worden. Medienberichten zufolge wurde der Leichnam von Luis Fernando Ayala aus dem Bundesstaat Santa Bárbara vergangene Woche tot aufgefunden. Der 16-Jährige war Mitglied der Umweltschutzbewegung "Movimiento Ambientalista Santabarbarense" (MAS), wie die Tageszeitung "Criterio" berichtete.

"Todesschwadronen unter dem Schutz der Regierung"

Seine Leiche wurde am Dienstag, 20. Februar 2018, in der Ortschaft Concepción del Sur in der Gemeinde Gualala gefunden. Wie es aus lokalen Menschenrechtskreisen hieß, habe der leblose Körper Spuren von Folter aufgewiesen, schreibt "Criterio". Außerdem seien dem Opfer beide Hände abgeschnitten worden, so das Blatt weiter. Ayala und die MAS-Umweltbewegung kämpfen seit drei Jahren gegen die Erteilung einer Bergbau-Genehmigung in ihrer Heimat.

Die Bergbaugegner, die durch den geplanten Abbau von Gips die Zerstörung des Ökosystems und Wasserhaushalts befürchten, seien bei Protesten in der Vergangenheit von Polizei und Militärangehörigen bedroht worden. "Die Ermordung zeigt, dass in Honduras Todesschwadronen operieren, welche unter dem Schutz der Regierung stehen", hieß es vonseiten der Menschenrechtsorganisation "Casa Alianza". Die Behörden des mittelamerikanischen Landes müssten die "außergerichtliche Hinrichtung" aufklären und die Verantworlichen zur Rechenschaft ziehen, so "Casa Alianza". (bb)

Foto: Adveniat/Achim Pohl

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