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Erfolge im Kampf gegen Aids

Brasilien verzeichnet Erfolge im Kampf gegen Aids. Nach dem gestern veröffentlichten Aids-Jahresbericht des Gesundheitsministeriums sank die Zahl der Neuinfizierungen von 18,8 pro 100.000 Einwohnern im Jahr 2009 auf 17,9 im Jahr 2010. Die Zahl der HIV-Übertragungen von infizierten Müttern auf Neugeborene ging demnach in den vergangenen zwölf Jahren um 41 Prozent zurück.

Damit folge Brasilien einem weltweiten Trend, erklärte Gesundheitsminister Alexandre Padilha. "Die (infizierten) Personen leben länger und leben besser mit ihrer Krankheit, dank des Zugangs zu Medikamenten", sagte er bei der Vorstellung des Berichts. Brasiliens Gesundheitssystem stellt den HIV-Infizierten kostenlos einen Medikamentencocktail zur Verfügung. Dadurch habe sich die Sterblichkeitsrate seit 1999 um 17 Prozent reduziert, von 7,6 Fällen pro 100.000 Personen auf nun 6,3.

In Brasilien infizierten sich im vergangenen Jahr nach der amtlichen Statistik 34.212 Menschen mit dem HI-Virus; 2009 waren es 35.979. Die Zahl der Todesfälle durch Aids ging im gleichen Zeitraum von 12.097 auf 11.965 leicht zurück. Insgesamt leben in dem lateinamerikanischen Land mehr als 630.000 Personen mit dem HI-Virus. Von der Krankheit betroffen sind doppelt so viele Männer wie Frauen: 0,82 Prozent der männlichen Bevölkerung ist infiziert, 0,41 Prozent der weiblichen. Seit 1980 starben etwa 241.500 Brasilianer an der Immunschwächekrankheit.

Quelle: KNA